Teams erkennt Arbeitsort am Unternehmens-WLAN
Microsoft kündigte im Herbst 2025 an, dass Teams den Arbeitsort automatisch setzen kann. Die Fachpresse machte daraus eine Anwesenheitskontrolle. Der Sachstand fällt nüchterner aus. Für Datenschutzbeauftragte (DSB) liegt der eigentliche Punkt woanders: Microsoft ändert Microsoft 365 laufend, und einzelne Änderungen berühren die Verarbeitung von Beschäftigtendaten, ohne dass jemand im Unternehmen sie bestellt hat.

Lautet eine Antwort „ja“, gehört der Vorgang in die Prüfung und das Ergebnis in die Dokumentation. Der Fall des Arbeitsorts zeigt den Nutzen dieser Routine.
Der Arbeitsort kommt vom WLAN oder Monitor
Die neue Funktion „Einchecken am Arbeitsplatz“ gehört zu Microsoft Places. Zwei Signale kommen infrage:
- Steckt ein Notebook an einem Monitor oder anderer Peripherie, die die IT-Administration einem buchbaren Schreibtisch zugeordnet hat, setzt Teams den Ort automatisch auf „im Büro“.
- Per WLAN-Kennung, also Netzwerknamen und MAC-Adressen der Access Points, lassen sich Beschäftigte einem Gebäude zuordnen, sofern die Administration dies hinterlegt hat.
Die Erkennung per WLAN oder Peripherie ist allgemein verfügbar (urlr.me/7WGdfM). Laut Microsoft ist die automatische Aktualisierung kein Nachverfolgungswerkzeug: Die Administration erhält keine Auswertungs- oder Berichtsansicht, kein Ortsverlauf wird vorgehalten. Am Ende der in Outlook hinterlegten Arbeitszeit löscht Teams den erkannten Ort. Dennoch ermöglicht die Funktion einiges an Überwach…
