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Weiterbildung & Fachkunde

Weiterbildung und Fachkunde für Datenschutzbeauftragte

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verpflichtet in Art. 38 Abs. 2 bzw. das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) in § 6 Abs. 2 Verantwortliche und Auftragsverarbeiter, ihre Datenschutzbeauftragten (DSB) angemessen zu unterstützen. Dabei müssen sie Datenschutzbeauftragten „insbesondere“ Hilfspersonal sowie Räume, Einrichtungen, Geräte und Mittel zur Verfügung stellen.

Wie umfangreich die Ausstattung sein soll, richtet sich nach dem jeweiligen Umfang der Datenverarbeitung bzw. den Risiken für die betroffenen Personen: Je höher die Risiken, desto mehr Aufwand wird entstehen, den das Unternehmen übernehmen muss.

Verantwortlicher muss Kosten für die DSB-Weiterbildung übernehmen

Mittel zur Verfügung zu stellen, bedeutet in diesem Zusammenhang, Kosten zu übernehmen, z.B. für Lehrgänge und Seminare, insbesondere zur ständigen Weiterbildung des oder der Datenschutzbeauftragten. Gesetzestexte und -kommentare, sonstige Publikationen, Nachschlagewerke und Periodika sind anzuschaffen bzw. zu abonnieren, falls sie nicht schon an anderen Stellen im Haus vorrätig sind (Personal- oder Rechtsabteilung) und sich gemeinsam nutzen lassen.

➜ Welche Kenntnisse brauchen Datenschutzbeauftragte?

Datenschutz PRAXIS Der News Podcast

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Bei unsinnigen Halluzinationen

Die Frage wirkt merkwürdig, aber ein Oberlandesgericht musste sich ernsthaft damit auseinandersetzen: Angenommen, ein Chatbot ist so programmiert, dass er sehr autonom handeln kann. Ist derjenige, der ihn einsetzt, dann für wettbewerbswidrige falsche Behauptungen des Chatbot überhaupt verantwortlich?

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Bestimmte Auffälligkeiten eines Online-Shops können auf einen Fake-Shop hindeuten. Oft sind die gefälschten Shops inzwischen jedoch sehr gut gemacht und kaum als solche zu erkennen. Unsere Checkliste hilft beim Einordnen.

Luftbilder helfen Kommunen bei der Ermittlung versiegelter Flächen – ein Grundstückseigentümer sieht darin datenschutzrechtliche Risiken durch KI.
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Allgemeine Ängste vor KI genügen nicht

Für Niederschlagswasser von versiegelten Flächen erheben Kommunen Abwassergebühren. Um die Wassermenge berechnen zu können, müssen sie wissen, wie groß die versiegelten Flächen sind. Das ermitteln sie mithilfe von Luftbildern. Dagegen wehrt sich ein Grundstückseigentümer, weil er Angst vor einer Bearbeitung der Luftbilder mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) hat.

Digitale Identität neu gedacht: Die EUDI-Wallet macht den Nachweis von Identität und Dokumenten sicher, komfortabel und grenzüberschreitend möglich.
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Digitale Identitäten

Ab Anfang 2027 soll die EUDI-Wallet in Deutschland starten. Sie soll Ausweise, Führerschein und andere digitale Nachweise sicher auf dem Smartphone verfügbar machen. Doch damit stellen sich zentrale Datenschutzfragen: Welche Daten dürfen Anbieter anfordern, wie wirksam ist Pseudonymität und werden Tracking-Risiken technisch verhindert? Ein Überblick über den aktuellen Stand.

Haften Suchmaschinenanbieter für falsche Inhalte ihrer KI-Übersicht?
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„Übersicht mit KI“

Wer die Suchmaschine Google öfter benutzt, kennt die „Übersicht mit KI“. Sie steht beim Suchergebnis an erster Stelle. Erst danach folgen die manchmal ellenlangen Link-Listen zu Internetseiten. Die Aussagen der „Übersicht mit KI“ wirken oft sehr selbstsicher. Aber was ist, wenn sie schlicht falsch sind? Besteht dann ein Anspruch gegen Google auf Unterlassung?

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Die Benutzerverwaltung in Netzwerken ist keine reine IT-Aufgabe! Datenschutzbeauftragte müssen ihrer Überwachungsaufgabe gerecht werden und die Einhaltung der DSGVO systemübergreifend überwachen. Unsere Checkliste schafft den nötigen Überblick – jetzt herunterladen und absichern!

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Cyberangriffe können für Unternehmen und Behörden gravierende Folgen haben – von Reputationsverlusten bis hin zu finanziellen Schäden. Doch was bedeutet das konkret für Datenschutzbeauftragte? Darüber spricht der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Mecklenburg-Vorpommern in der neuen Folge von „Datenschutz PRAXIS – Der Podcast fragt nach“.

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Fachkunde als Voraussetzung für Benennung

Zum Datenschutzbeauftragten kann nicht jeder beliebige Mitarbeiter benannt werden. Datenschutzbeauftragte müssen unter anderem schon bei der Benennung und dann kontinuierlich durch Weiterbildung die notwendige Sach- und Fachkunde aufweisen, um ihre Tätigkeit ausüben und die gesetzlich zugewiesenen Aufgaben erfüllen zu können.

Recht, IT-Sicherheit, organisatorische Kenntnisse

Dies setzt zum Zeitpunkt der Benennung unter anderem die Kenntnis des geltenden Rechts und der Grundlagen der IT-Sicherheit sowie organisatorische Kenntnisse voraus (Art. 37 Abs. 5 DSGVO bzw. § 5 Abs. 3 BDSG).

Das vor 2018 geltende BDSG differenzierte dabei noch nach dem Umfang der Datenverarbeitung und dem Schutzbedarf der Daten: Je höher der Schutzbedarf, desto mehr Fachkunde ist erforderlich. Das sollte den Umfang der erforderlichen Fachkunde einerseits konkretisieren, andererseits aber auch begrenzen, um den Schulungs- und Weiterbildungsaufwand für Datenschutzbeauftragte in einem angemessenen Rahmen zu halten.

Weder die DSGVO noch das heutige BDSG sehen entsprechende Regularien vor, sodass letztlich der Datenschutzbeauftragte sicherstellen muss, dass er die rechtlichen etc. Anforderungen versteht und seine aus diesen Gesetzen resultierenden Aufgaben bewältigen kann.

Die Art.-29-Arbeitsgruppe – ein Vorläufer des Europäischen Datenschutzausschusses – hat in ihrem WP 243 zu den Anforderungen an Datenschutzbeauftragte ausgeführt, dass diese mit der Schutzwürdigkeit, der Komplexität und dem Umfang der Datenverarbeitung steigen – unabhängig davon, dass die DSGVO keine entsprechenden Regelungen vorsieht.

Branchenspezifische Fachkunde

Hier wird gefordert, dass er jedenfalls Fachkunde im europäischen und nationalen Datenschutzrecht bzw. im öffentlichen Bereich über entsprechende öffentlich-rechtliche Regeln aufweisen soll und im besten Fall auch branchenspezifisches Know-how.

In der Regel haben sich insbesondere externe Datenschutzbeauftragte auf bestimmte Branchen wie den Medizin- oder den Immobiliensektor spezialisiert, damit sie den besonderen Herausforderungen adäquat begegnen können.

Daneben soll auch ausschlaggebend sein, ob die Verantwortlichen Daten in unsichere Drittstaaten übermitteln, z.B. in Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, die kein Datenschutzniveau aufweisen, das dem der Europäischen Union entsprechen würde (z.B. USA oder Indien). Auch in diesem Fällen müssen sich ein Datenschutzbeauftragter die erforderliche Fachkunde durch Weiterbildung verschaffen.

Auch interne Datenschutzbeauftragte brauchen von Beginn an Fachkunde

Das jetzige BDSG stellt zumindest für den Bereich der Datenschutzbeauftragten öffentlicher Stellen nach BDSG in § 5 Abs. 3 BDSG auf das bereits bestehende Fachwissen aus der Datenschutzpraxis oder dem Datenschutzrecht ab. Dies ist bei der Benennung zu berücksichtigen.

Die in der Vergangenheit mitunter geübte Praxis, interne Datenschutzbeauftragte zu benennen, die fachfremd, aber gerade verfügbar waren, begegnet daher künftig noch größeren Risiken als bisher.

Auch wenn § 5 Abs. 3 BDSG nicht ausdrücklich für nichtöffentliche Stellen anwendbar ist, da § 38 BDSG, der deren Benennung regelt, darauf nicht verweist, sollten Verantwortliche diese Vorgabe zumindest risikominimierend berücksichtigen.

Weiterbildung nachweisen!

Eine Anforderung an Datenschutzbeauftragte ist damit zwangsläufig, sich kontinuierlich weiterzubilden und die erforderlichen Seminare, Tagungen, Fortbildungen etc. zu besuchen, damit sie ihre Aufgaben korrekt erfüllen können.

Um die Fachkunde nachzuweisen, empfiehlt es sich, Zertifikate, Teilnahmebescheinigungen etc. einzufordern und zu dokumentieren. Interne Datenschutzbeauftragte sollten entsprechende Nachweise in die Personalakte aufnehmen lassen.

Silvia C. Bauer

Datenschutz PRAXIS - Der Podcast
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