2. März 2015 - Datenschutz-Begriffe

Was genau ist Computerkriminalität?

Computerkriminalität oder IuK-Kriminalität bezeichnet im weitesten Sinne alle Handlungsformen, bei denen es sich um strafbare bzw. strafwürdige Verhaltensweisen handelt und bei denen der Computer bzw. die elektronische Datenverarbeitungsanlage Werkzeug oder Ziel der Tat ist.

Auf der Grundlage der Definition aus der Einleitung wird allgemein zwischen den Bereichen der „Computerkriminalität im engeren und im weiteren Sinne“ differenziert.

Computerkriminalität im engeren Sinne

Unter dem Terminus der „Computerkriminalität im engeren Sinne“ werden alle strafbaren Handlungen subsumiert, bei denen

  • der Computer die Straftat erst ermöglicht hat oder
  • der Computer die Straftat als maßgeblicher Katalysator beeinflusst hat.

Computerkriminalität im weiteren Sinne

Unter dem Terminus der „Computerkriminalität im weiteren Sinne“ werden hingegen alle konventionellen Straftaten subsumiert, bei denen der Computer als Medium zur effizienteren Durchführung genutzt wird. Dies erstreckt sich mittlerweile auf ein erhebliches Spektrum an Kriminalitätsformen.

Beispiele dafür sind die Deliktsfelder aus dem Umfeld

  • der Wirtschaftskriminalität,
  • des politischen Extremismus,
  • der Organisierten Kriminalität,
  • der Drogenkriminalität und
  • der Milieu-Kriminalität

Computerkriminalität hat dann einen Bezug zum Datenschutz, wenn es um personenbezogene Daten geht. Das ist etwa der Fall, wenn Computerdaten manipuliert und dazu benutzt werden, um am Geldautomaten von einem fremden Konto Geld abzugeben.

Mitte der 80er-Jahre wurden einige Tatbestände in das Strafgesetzbuch aufgenommen, die typische Fälle der Computerkriminalität unter Strafe stellen sollen.

Zu nennen sind hier insbesondere:

  • Ausspähen von Daten (§ 202a StGB)
  • Datenveränderung (§ 303a StGB)
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