31. August 2015 - Datenschutz-Begriffe

Was steckt hinter RFID-Chips?

RFID (Radio Frequency Identification Technology = Funkfrequenzidentifizierung) ist eine Technologie, die es möglich macht, Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt lesen und speichern zu können.

Die Technik von RFID

Der RFID-Chip (auch Transponder oder Tag genannt) ist die Sende-/Empfangseinheit, die von außen drahtlos induktiv oder per Funksignal angesprochen wird und danach bestimmte Daten des Chips beispielsweise an Kassen- und Warenwirtschaftsysteme preisgibt. Das Auslesen erfolgt im Nahbereich, beispielsweise an der Kasse, induktiv, im Fernbereich bis zu etwa 30 Metern über Funk. Die Stromversorgung der passiven Chips erfolgt über elektromagnetische Felder. Diese Chips benötigen keine eigene Stromversorgung.

Der gleiche Effekt kann auch mit dem langjährig bekannten Barcode erreicht werden, der allerdings nicht so viel Daten wie ein RFID-Chip aufnehmen und nicht so leicht ausgelesen werden kann.

Datenschutzrecht

Wendet man die bestehenden Regelungen des BDSG auf RFID-Chips an, so ergeben sich besondere Anforderungen daraus, dass der Chip Daten preisgeben kann, obgleich der Betroffene hierüber nicht bestimmen kann:

Einwilligung

  • Es ist gegebenenfalls eine Einwilligung des Betroffenen erforderlich.

Aufklärung

  • Der Betroffene ist außerdem über die Identität der nach BDSG verantwortlichen Stelle, die Zweckbestimmung der Datenverwendung, die Freiwilligkeit seiner Angaben sowie die Kategorien der Empfänger der Daten zu unterrichten, soweit er nicht nach den Umständen des Einzelfalls mit der Übermittlung an diese rechnen muss.

Weitere Informationspflichten

  • Lässt der RFID-Chip die automatisierte Verwendung der Daten zu, entstehen zusätzliche Informationspflichten für die den Chip ausgebende Stelle.

Datensicherheit

  • Die auf den RFID-Chips gespeicherten Daten sind durch Maßnahmen der Datensicherheit vor unbefugtem Zugriff zu sichern. Dies kann die Implementierung von Verschlüsselungstechnik erzwingen.

Zusammenführung mit anderen Daten

  • Die Zusammenführung mit anderen Daten des Betroffenen kann rechtswidrig sein.
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