Sie verwenden einen veralteten Browser. Um im Internet auch weiterhin sicher unterwegs zu sein, empfehlen wir ein Update.

Nutzen Sie z.B. eine aktuelle Version von Edge, Chrome oder Firefox

28. Oktober 2021

Innentäter – (k)ein Tabuthema: Innentäter ohne böse Absicht

DP+
Verständlich, dass es sich bei Innentätern in vielen Fällen um ein Tabuthema handelt. Denn niemand möchte damit bekannt werden, dass die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leichtsinnige, im schlimmsten Fall kriminelle Handlungen begangen haben.
Bild: iStock.com / GOCMEN
0,00 (0)
Inhalte in diesem Beitrag
[Ausblenden] [Einblenden]
Technische und organisatorische Maßnahmen
Wann wurde in Ihrer Organisation das letzte Mal über Innentäter gesprochen? Falls Sie sich nicht erinnern können: War das überhaupt schon einmal Thema? Ist man sich des Risikos bewusst oder wird es verdrängt? Da etwa zwei Drittel der Angriffe von innen erfolgen, setzen Sie den Punkt unbedingt auf die Tagesordnung.
Innentäter sind beschäftigte Personen, die sich nicht an Regelungen und Vorgaben wie Datenschutzrichtlinie, Informationssicherheitsvorgaben und Compliance allgemein halten. Sie fügen dabei dem Unternehmen Schaden zu in Form von

  • Datenschutzverstößen mit allen Konsequenzen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO),
  • materiellen Schäden, z.B. durch das Zerstören eines Geräts, den Verlust von wertvollen Informationen oder der Preisgabe von Kundenbeziehungen, oder
  • immateriellen Schäden wie Rufschädigung oder Vertrauensverlust.

Charakteristisch für die preisgegebenen Informationen ist, dass sie grundsätzlich geschützt sind und so nicht hätten weitergegeben werden dürfen. Es geht bewusst nicht nur um hohe Schäden. Denn ein Innentäter oder eine Innentäterin schätzt in der Regel nicht ab, welchen Schaden er oder sie an­richtet.

Innentäter überwiegen, die Schäden sind höher

Laut Studien und Berichten von BKA, Bitkom und anderen lässt sich grob sagen: Auf Angriffe von außen entfällt etwa ein Drittel aller Taten, auf Angriffe von innen zwei Drittel. Gleichzeitig sind die Schäden, die Innentäter verursachen, mit über 70 % überproportional hoch. Bekannt werden in aller Regel aber nur Angriffe von außen, die z.B. zu einer Verschlüsselung von Unternehmensdaten führen.

Innentäter sind schwer zu ermitteln

Innentäter lassen sich schwer systematisch ermitteln. Zum einen liegt das daran, dass (hoffentlich) gegenüber eigenen beschäftigten Personen ein hohes Vertrauen vorhanden ist und sie dadurch ganz andere Zutritts- und Nutzerrechte haben al…

Eberhard Häcker
+

Weiterlesen mit Abo

Basic 299 € pro Jahr

1 Online-Zugang
12 PDF-Ausgaben pro Jahr inklusive
Zugriff auf alle Ausgaben und DP+ Arbeitshilfen

Perfekt für alle internen oder externen Datenschutzbeauftragten und Datenschutzkoordinatoren, die im Homeoffice oder mobil arbeiten.

Pro 333,95 € pro Jahr
TOP SELLER

1 Online-Zugang
12 Hefte + 12 PDF-Ausgaben pro Jahr inkl. Versand
Zugriff auf alle Ausgaben und DP+ Arbeitshilfen

Perfekt für alle internen oder externen Datenschutzbeauftragten und Datenschutzkoordinatoren, die im Homeoffice oder mobil arbeiten.

Verfasst von
Eberhard Häcker
Eberhard Häcker
Eberhard Häcker ist seit vielen Jahren als externer Datenschutz­beauftragter tätig. Seit 2005 ist Eberhard Häcker selbstständig mit Schwerpunkt Datenschutzberatung.
Vielen Dank! Ihr Kommentar muss noch redaktionell geprüft werden, bevor wir ihn veröffentlichen können.