Wie ist durchgesickert, dass Frau Meier schwanger ist?
Spurensuche. Unter Verdacht gerieten Kollegen, das Intranet, sogar die Kaffeeküche. Die Lösung war so einfach wie vermeidbar.
Wie so oft hatte man die Projektdokumente in Word geschrieben und mit Kommentaren versehen – kleine Kästchen am rechten Rand, die jeder kennt, aber kaum jemand löscht. In einem davon stand: „Andrea Meier: Ich bin nur noch vier Monate im Projekt – Ihr wisst ja, mein Baby.“ Eine interne Notiz, die eigentlich nie das Haus verlassen sollte.
Doch beim Versand blieben die Kommentare stehen. Frau Abele öffnete das Dokument, las den Hinweis – und meinte es gut mit ihren Glückwünschen.
Die Auflösung? Die „Täterin“ war niemand anderes als Frau Meier selbst. Sie hatte das Dokument verschickt. Mit den Kommentaren darin.
So klappt’s mit dem Datenschutz
Ein kleiner Hinweis: Microsoft Word hat eine Funktion eingebaut, die im englischen Original „Document Inspector“ heißt. Diese Funktion kann jeder aufrufen. Man kann im Menü das Dokument prüfen lassen, ob noch Kommentare vorhanden sind. Frau Meier hatte das Dokument selbst weitergegeben. Sie hätte den Kommentar leicht entfernen können. Wenn sie daran gedacht hätte.
Bitte beachten: Bevor ein wichtiges Dokument nach außen gelangt, sind alle Kommentare zu löschen, die nicht zwingend erforderlich sind. Diese Funktion kann auch Copilot übernehmen, wenn er denn im Einsatz und eingeschaltet ist.
Merke: Dinge, die intern zu bleiben haben, müssen intern bleiben. Dann klappt‘s auch mit dem Datenschutz.