Sind erneut Mail-Adressen und Passwörter in unbefugte Hände geraten und im Internet veröffentlicht worden, ist die Sorge nicht nur in Unternehmen und Behörden groß, selbst betroffen zu sein. Doch wie stellen Sie fest, ob Sie selbst zu den Opfern zählen?
Datenschutzbegehung im Gesundheitsbereich. Irgendwann stelle ich die Frage, die heute fast überall dazugehört: „Setzen Sie in Verwaltungsabläufen eigentlich künstliche Intelligenz ein?“
Zwei Freundinnen arbeiten in Praxis eines „Schönheitsarztes“. Über WhatsApp tauschen sie alles aus, was privat oder beruflich interessant ist. Während eines gemeinsamen Mallorca-Urlaubs zerstreiten sie sich. Ein paar Klicks und schon hat eine von ihnen ein paar sehr negative Nachrichten ihrer Ex-Freundin an die Office-Managerin weitergeleitet. Die Ex-Freundin wird entlassen. Jetzt will sie Schmerzensgeld wegen Verletzung der DSGVO.
Datenschutzbeauftragte freuen sich, wenn man sie frühzeitig einbindet. So auch ich, als bei einem Kunden ein neuer Bürotrakt in Planung war und ich schon in der Planungsphase aus Datenschutzsicht Stellung nehmen durfte.
„Vielleicht sitzt aber ein Pups quer“ ist gewiss keine klassische medizinische Diagnose. Dennoch äußerte sich eine Ärztin in WhatsApp so über einen Kollegen. Ergänzend referierte sie über seine Fettleber und sein Übergewicht. Jetzt muss sie 1000 € Schadensersatz zahlen. Außerdem wurde ihr die Wiederholung dieser Äußerungen untersagt.
Jemand ist verdächtig, das Urheberrecht eines anderen verletzt zu haben. Ein Gericht verpflichtet ihn, einem Sachverständigen das Passwort für die dabei benutzten Geräte herauszugeben. Das tut er aber nicht. Daraufhin verhängt das Gericht gegen ihn ein Zwangsgeld von 2.500 €, ersatzweise einen Tag Zwangshaft je 500 €.
Datenschutz braucht keinen erhobenen Zeigefinger. Manchmal reicht ein Servicetechniker mit Adlerauge und einem gesunden Sinn für die „Büro-Archäologie“.
Als sie an diesem Vormittag durch den Haupteingang geht, fällt niemandem etwas Besonderes auf. Viele kennen sie noch. Sie war beliebt, hilfsbereit, freundlich. Dass sie nicht mehr im Unternehmen ist, wissen längst nicht alle. Manche denken, sie sei in Elternzeit. Andere vermuten ein Projekt in einer anderen Abteilung.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wer bei einer Bestattung alles beteiligt ist? Spontan fallen einem Standesamt, Bestatter, Steinmetz, verschiedene Behörden und Einrichtungen, die Kirche sowie Freunde, Bekannte und Verwandte ein. In dieser Aufzählung fehlt jedoch eine wichtige – und oft übersehene – Personengruppe.
Der Begriff SESAM löst sofort Assoziationen mit orientalischen Märchen aus. Hier geht es aber um eine Kurzbezeichnung für ein IT-Verfahren der deutschen Steuerverwaltung. SESAM steht dabei für „Steuer-Erklärungen scannen, archivieren und maschinell bearbeiten“. Wie ein Fall aus Sachsen zeigt, kann dabei auch einmal etwas schief gehen. Ein Steuergericht hielt bei einer Datenschutzverletzung 1000 € Schadensersatz für angemessen.