Wenn Sicherheit zu viel kostet
Immer wieder druckt jemand auf Druckern etwas aus, holt die Ausdrucke aber nicht ab. Wenn es sich dabei um personenbezogene und geschützte Daten handelt, die in unbefugte Hände gelangen können, ist zu prüfen, ob eine Meldung an die Aufsichtsbehörde erforderlich ist.
Netzwerkdrucker sind oft so eingestellt, dass der letzte aktive Drucker automatisch wieder ausgewählt ist. Je nach Situation kann das dann zu dem eingangs geschilderten Szenario führen.
Eigentlich ist das ein Problem, das längst gelöst ist. Zum Beispiel mit einem Kartenleser, der am Gerät installiert ist. Drucken kann dann nur, wer die Karte davorhält. Allerdings kostet das pro Drucker zwischen 100 und 200 Euro. Außerdem müssen natürlich die entsprechenden Karten vorhanden sein.
Auch mit der Eingabe von PINs lässt sich das lösen. Das kostet pro Drucker jedoch ebenfalls in etwa die genannte Summe.
Beim Geld hört die Lösungsorientierung auf
Selbst wenn man das Thema Sicherheit als wichtig erkannt hat, hört oft beim Geld die Lösungsorientierung auf. Da kann man als Datenschutzbeauftragter reden, soviel man will. Doch Geduld ist ja unsere wichtigste Eigenschaft.
Besuch eines Kunden. Man will ein neues Projekt fixieren. Der Projektleiter holt den Kunden am Empfang ab. Auf dem Weg zum Meetingraum kommen die beiden am Drucker vorbei. Dort liegt sehr gut sichtbar ein Ausdruck in der Ausgabe. Der Projektleiter erkennt, wie brisant es ist, wenn der Kunde den nicht abgeholten Ausdruck sieht. Er will diese unangenehme Situation mit den Worten „Ah, auf diesen Ausdruck habe ich gewartet!“ entschärfen. Und erreicht…