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18. Februar 2021

Windows 10 Enterprise: Das haben die Aufsichten geprüft

DP+
Microsoft arbeitet derzeit daran, die Telemetrie-Komponente für Windows-10-Enterprise-Systeme deaktivier- oder sogar deinstallierbar zu machen
Bild: iStock.com / sdecoret
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Software datenschutzkonform einsetzen
Eine Arbeitsgruppe der deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden hat die Telemetriefunktion von Windows 10 Enterprise bewertet und vor Kurzem erste Ergebnisse veröffentlicht. Hoffnung machen v.a. aktuelle Aussagen von Microsoft.
Die Einführung von Windows 10 im Jahr 2015 führte dazu, dass eine Windows-10-Version, die auf einem PC installiert ist, umfangreich mit Microsoft-Servern kommuniziert. Das macht aus Datenschutzsicht eine intensive Betrachtung erforderlich.

Da Nutzer auf einem Rechner sehr sensible und persönliche Daten verarbeiten, fragt sich, ob diese Daten bei einer Vernetzung des PC mit Microsoft-Servern möglichweise an Microsoft übertragen werden. Während diese Vorstellung bei Privatpersonen mindestens ein Unbehagen hervorrufen kann, stellt sich für Verantwortliche unter dem Blickwinkel der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Frage nach der Datenschutzkonformität des Betriebssystems.

Windows-10-Versionen und -Editionen

Microsoft vertreibt Windows 10 in den Editionen Home, Pro, Enterprise und Education. Sie unterscheiden sich im Funktionsumfang und im Preis. Für Verantwortliche kommen die Pro- und Enterprise-Versionen in Betracht. Die Education-Version mit Haupteinsatzzweck Hochschule ähnelt dabei sehr stark der Enterprise-Version.

Auch wenn Microsoft Windows-10-Neuerungen ohne Änderung des Namens „Windows 10“ ausspielt, gibt es Versionsnummern, die die unterschiedlichen Produktlinien darstellen. Im Januar 2021 ist die Version „20H2“ aktuell.

Schon wieder eine Produktprüfung?

Die DSGVO ist auf reine Produkte nicht anwendbar, sondern auf eine konkrete Verarbeitung personenbezogener Daten, die Verantwortliche ggf. mit Softwareprodukten durchführen. Trotzdem hat sich die Konferenz der unabhängigen Datenschutzbehörden des Bundes und der Län…

Andreas Sachs
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Verfasst von
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Andreas Sachs
Andreas Sachs ist Vizepräsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA). Darüber hinaus leitet er das Referat Technischer Datenschutz und IT-Sicherheit beim BayLDA.
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