Analyse
/ 25. März 2020

Mehr Datenschutz bei Telemetrie-Daten

Die Datenschutz-Diskussion zu Microsoft Windows 10 hat bei zahlreichen Unternehmen das Thema „Telemetrie-Daten“ auf die Agenda gebracht. Doch Windows 10 ist nur ein Beispiel von vielen.

Es gilt nicht nur bei Windows 10: Datenschutzbeauftragte sollten sich die Telemetrie-Daten der verschiedenen IT-Lösungen im Unternehmen oder in der Behörde ansehen.

Keine Seltenheit: Übertragung von Protokolldaten in die USA

Die Nutzung von Windows auf privaten PCs und in Behörden- oder Unternehmensnetzwerken sowie der Anschluss an das Internet eröffnete Microsoft schon lange die Möglichkeit, Informationen über Betriebssystemaktivitäten und damit den Systemzustand eines Computersystems an eigene Server in den USA zu übertragen.

Das erklärte der Arbeitskreis Technik der Datenschutzkonferenz (DSK), des Gremiums der unabhängigen deutschen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder, im Rahmen seines Prüfschemas zu Windows 10.

Diese Datenübertragungen dienen Microsoft u.a. dazu, Fehler zu entdecken, Produkte zu verbessern und das System für den Nutzer zu optimieren.

Das Problem dabei ist: Microsoft erhält eventuell auch personenbezogene Daten wie z.B. IP-Adresse, Nutzerkonto, Position, Nutzerverhalten, Internetaktivität, Präferenzen und Suchaktivitäten.

Ohne die Bedeutung einer Risikobewertung für Windows 10 zu schmälern: Solche Protokollübertragungen an Server der IT-Hersteller sind durchaus üblich.

Viele Hersteller sammeln Nutzungsdaten zu ihren Lösungen, um die Produkte zu verbessern und Fehler zu erkennen.

Die Frage ist nur, ob die Hersteller anonymisierte Daten nutzen oder ob sie bei Personenbezug der Daten eine informierte Einwilligung der betroffenen Nutzer einholen.

Programme für ein „besseres Kundenerlebnis“ hinterfragen

Wenn Sie wis…

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