Praxisbericht
/ 30. September 2018

Facebook Custom Audiences

Von Marketing-Abteilungen geliebt – von Datenschützern kritisiert: Facebook Custom Audiences unterstützt Online-Werbung und die gezielte Ansprache von Kunden auf Facebook. Was geht, was nicht?

Zielgruppenorientierte Werbung im Internet ist heute Alltag. Facebook hat mit dem Tool „Custom Audiences“ eine besonders attraktive Variante entwickelt.

Es erlaubt Unternehmen, genau die Facebook-Nutzer mit ihrer Werbung anzusprechen, deren Interessen und Vorlieben nahelegen, dass sie das jeweilige Produkt kaufen könnten.

Dass dazu eine umfangreiche Erhebung von Daten erforderlich ist, versteht sich von selbst. Die Datenschutzaufsichtsbehörden haben allerdings Bedenken angemeldet.

Sensibilisieren Sie die Kollegen im Marketing daher für die Risiken, die der Einsatz des Tools birgt. Zeigen Sie darüber hinaus auf, welche Möglichkeiten es gibt, das Tool datenschutzkonform einzusetzen.

So funktionieren die Custom Audiences

Bei den Custom Audiences wählen Unternehmen im ersten Schritt die Zielgruppe aus, die sie bewerben wollen, z.B. sportliche Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die sich gesund ernähren.

Facebook identifiziert dann anhand der bestehenden Nutzerprofile potenzielle Kunden und bespielt diese gezielt mit der gewünschten Werbung. Dabei gibt es zwei Varianten:

  • die Listen-Variante und
  • die Pixel-Variante.

Facebook Custom Audiences from your Customer List (Listen-Variante)

Bei der Listen-Variante erstellt das Unternehmen eine Liste, die z.B. Namen, Adressen, Wohnort oder auch Telefonnummern seiner Kunden oder Interessenten enthält. Diese Liste lädt es im Adverts Manager des eigenen Facebook-Unternehmens-Accounts hoch.

Laut Facebook wird die Liste automatisch verschlüsselt, d.h. es werden Hash-Werte gebildet, die die Daten in feste Zeichenket…

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