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21. Juli 2020

Die deutsche Corona-Warn-App

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Die deutsche Corona-Warn-App
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Data Protection by Design
Das Projekt „Corona-Warn-App“ ist ein Paradebeispiel dafür, dass 100 % Funktionalität (= schnelle Nachverfolgung von Infektionskontakten) zugleich mit einem hohen Maß an Datenschutz möglich ist.

Das neuartige Coronavirus kann ansteckend sein, bevor die infizierte Person auch nur leichteste Symptome entwickelt. Manche Personen haben keine Symptome und werden eher zufällig durch Reihentestungen entdeckt. Das verursacht eine erhöhte Ansteckungsrate.

Baustein zur Eindämmung

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass infizierte Menschen sich in Quarantäne begeben. Neben der manuellen Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter und ausreichenden Testkapazitäten gilt die Kontakt-Nachverfolgung durch eine App als möglicherweise bedeutender Baustein, um das Infektionsgeschehen einzudämmen (siehe https://ogy.de/studie-uni-oxford).

Tracing

Der Begriff „Tracing“, zu Deutsch „Ablaufverfolgung“, war bislang eher aus der IT-Technik für die Protokollierung von Systemereignissen bekannt. Geht es darum, Infektionskontakte nachzuverfolgen, suggeriert der Begriff eine Nähe zum „Tracking“.

Doch diese Nähe täuscht. Denn die Verfolgung funktioniert ohne die negativen Begleiterscheinungen wie Identifizierbarkeit oder die Bildung von Persönlichkeitsprofilen.

Tracing-Techniken

Es gibt nach momentanem technischem Stand drei Varianten, um das Kontaktverhalten von großen Teilen der Bevölkerung zu erfassen:

1. Funkzellen

Jedes Smartphone ist permanent in mehrere Funkzellen eingeloggt. Während nur eine dieser Zellen die Daten- oder Sprachverbindung realisiert, lässt sich über einfache geometrische Funktionen anhand der Signalstärke und des Standorts der Masten der Standort eines Nutzers abschätzen.

Diese Technik nutzt die Polizei unter strengen rechtlichen Anforderungen mitunter im Rah…

Andreas Sachs
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Verfasst von
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Andreas Sachs
Andreas Sachs ist Vizepräsident des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA). Darüber hinaus leitet er das Referat Technischer Datenschutz und IT-Sicherheit beim BayLDA.
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