Praxisbericht
/ 24. Juli 2026

Wenn personenbezogene Daten gläsern werden

Das Project Silica soll die Langzeitspeicherung von Daten in Glas vereinfachen und verspricht eine hohe Haltbarkeit des Speichermediums. Doch wie lassen sich bei Glas mögliche Löschansprüche umsetzen?

Wenn es um die Speicherung personenbezogener Daten geht, treffen zwei Herausforderungen aufeinander: Zum einen müssen die Daten unveränderbar und sicher für die gesamte Dauer der Aufbewahrungsfrist verfügbar sein. Zum anderen müssen sie sich nach Ablauf der Frist nicht wiederherstellbar löschen lassen.

Im Fall von Langzeitarchivierung verschärfen sich diese Probleme, denn die Frist bis zur Löschung ist sehr lang, sodass spezielle, sehr haltbare Speichermedien zum Einsatz kommen. Gleichzeitig kann es aber einen Löschanspruch geben, der umzusetzen ist. Das ist je nach Speichermedium keine einfache Aufgabe.

Bereits im Fall der wesentlich kürzer aufzubewahrenden Backups haben viele Unternehmen Schwierigkeiten mit dem Löschen der personenbezogenen Daten. So ergab die Prüfaktion „Coordinated Enforcement Framework“ (CEF) 2025 zur Löschpflicht, dass es insbesondere Unklarheiten bei den Aufbewahrungsfristen sowie bei den Anforderungen an die Löschung personenbezogener Daten in Backups gibt. Das berichtete die Datenschutzkonferenz (DSK), siehe urlr.me/A2jPQK. Lesen Sie dazu auch den Beitrag ab Seite 1.

Langzeitarchiv aus Glas

Auf Seiten der Speichermedien gibt es Fortschritte hinsichtlich ihrer Haltbarkeit: So veröffentlichte Microsoft Research im Wissenschaftsmagazin Nature Forschungsergebnisse zum Project Silica, siehe urlr.me/7yYHTM. Das Projekt erforscht, wie man digitale Informationen bis zu 10.000 Jahre lang in einem auf Glas basierenden Speichermedium aufbewahren könnte.

Das Projekt Silica (urlr.me/A2Durw) ist gerade dabei, mehrer…

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