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24. März 2021

Datenschutz in der Schule in Corona-Zeiten

DP+
Homeschooling & Co. stelle hohe Ansprüche auch an den Datenschutz
Bild: iStock.com / evgenyatamanenko
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Allgemeine Regeln gelten auch beim digitalen Lernen
Präsenzunterricht findet nur eingeschränkt statt. Schüler und Lehrer werden immer wieder ins Distanzlernen bzw. Homeschooling geschickt. Um den Bildungsauftrag der Schulen aufrechtzuerhalten, sind digitale Hilfsmittel wie Lernplattformen und Videokonferenzsysteme nötig. Die Aufsichtsbehörden geben Tipps, was alle Beteiligten dabei aus Sicht des Datenschutzes beachten müssen.

Regelungen zur Schule sind Sache der Bundesländer. Deshalb sind insgesamt keine allgemeingültigen Aussagen möglich. Aber die Vorschriften zum Datenschutz gelten auch in speziellen Zeiten.

Schule als Verantwortlicher

Das bedeutet, dass die jeweiligen Schulen Verantwortliche im Sinne des Datenschutzes sind. Sie müssen also im Vorfeld von Distanzlernen nach Art. 13 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) informieren, Betroffenenrechte beachten und personenbezogene Daten löschen, wenn sie sie nicht mehr benötigen.

Orientieren können sich Verantwortliche und beratende Datenschutzbeauftragte an den zahlreichen Hinweisen der Datenschutzaufsichtsbehörden und an ersten Entscheidungen der Gerichte.

Distanzlernen

Distanzlernen wird auch als Homeschooling oder digitaler Unterricht bezeichnet. Dazu verwenden die Schulen meist IT-Lösungen, die man Lernplattformen nennt.

Für diese Plattformen gibt es verschiedene Anbieter. Kennzeichnend ist, dass sie über Funktionen verfügen wie eine Benutzerverwaltung mit Anmeldung, die Verwaltung der Unterrichtskurse mit Inhalten und Dateien, ein Rollen- und Rechtesystem mit differenzierten Rechten für verschiedene Nutzerkategorien, Kommunikationsmethoden wie Chats sowie Lernwerkzeuge wie Kalender und Notizen.

Lernplattformen sind meist webbasiert.

Aufsichten halten sich zurück

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Andrea Gailus
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Andrea Gailus
Rechtsanwältin Andrea Gailus ist in eigener Anwaltskanzlei tätig und befasst sich neben dem Zivilrecht schwerpunktmäßig mit IT- und Datenschutzrecht.
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