News
/ 11. November 2021

Wie sicher sind Messenger-Dienste?

Wie funktionieren Messenger? Was macht sie sicher? Soll der Gesetzgeber dafür sorgen, dass eine Kommunikation über verschiedene Dienste hinweg möglich ist? Mit diesen Fragen befassen sich aktuell das Bundeskartellamt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

WhatsApp, Signal, Threema, Facebook Messenger, FaceTime, Skype, Zoom – die Liste der Messenger- und Videodienste ist lang und immer mehr Menschen weltweit nutzen sie.

Bundeskartellamt untersucht Markt für Messenger-Dienste

Viele Verbraucher haben „Bedenken wegen der Sicherheit und dem Schutz ihrer persönlichen Daten“, erklärt Andreas Mundt, der Präsident des Bundeskartellamtes, in einer Pressemitteilung.

Das Bundeskartellamt untersucht deshalb seit November 2020 den Markt für Messenger-Dienste und prüft die Wettbewerbssituation.

Wettbewerbshüter legen Zwischenbericht vor

Aktuell legte die Wettbewerbsbehörde den Zwischenbericht „Branchenüberblick und Stimmungsbild Interoperabilität“ vor. Darin finden sich vor allem

  • die Ergebnisse einer ausführlichen Befragung von mehr als 40 in Deutschland verfügbaren Diensten,
  • zahlreiche Expertengespräche sowie
  • die Auswertung verschiedener Studien.

Im kommenden Jahr will das Bundeskartellamt einen Abschlussbericht mit konkreten Handlungsempfehlungen präsentieren.

Enge Zusammenarbeit mit dem BSI

Bei der Marktuntersuchung arbeiten die Wettbewerbshüter zum ersten Mal eng mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zusammen.

Beide Behörden haben eine Kooperation zur Förderung und Stärkung des Digitalen Verbraucherschutzes geschlossen.

BSI veröffentlicht „Paper“

Das BSI veröffentlichte parallel zum Zwischenbericht das BSI-Paper „Moderne Messenger – heute verschlüsselt, morgen interoperabel?“.

Das technische Paper beschreibt die grundlegende Funktionsweise von Messengern und die verschiedenen Verschlüsselungsarten. Im Fokus stehen die

  • verwendeten Kommunikationsprotokolle,
  • deren Sicherheitseigenschaften sowie
  • anfallenden Metadaten.

Interoperabilität im Fokus

„Digitalisierung muss dem Menschen nutzen. Dafür muss sie sicher sein“, betont Arne Schönbohm, der Präsident des BSI, in einer Pressemitteilung.

Deshalb steht im Fokus beider Behörden auch die sogenannte „Interoperabilität“, also die Kommunikation über verschiedene Messenger- und Videodienste hinweg. Sie dürfe nur möglich sein ohne dabei das Sicherheitsniveau einzuschränken.

Produktabbildung IT-Know-how für den Datenschutzbeauftragten

Umfassendes IT-Wissen für Datenschutzbeauftragte

Die DSGVO fordert Sicherheitsmaßnahmen nach dem Stand der Technik. Doch woher wissen Sie, was Stand der Technik ist? Bleiben Sie mit „IT-Know-how für Datenschutzbeauftragte“, Ihrem zuverlässigen, stets aktuell informierten und gut verständlichen Berater in allen Fragen der IT-Sicherheit jetzt am Ball.

 

Mehr Informationen:

Elke Zapf