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16. September 2022

Ressourcen für Datenschutz in Europa: Deutschland ist Spitzenreiter

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Welche finanziellen und personellen Ressourcen stellen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union ihren Datenschutzaufsichtsbehörden zur Verfügung?
Bild: Yok_Piyapong / iStock / Getty Images Plus
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Datenschutzaufsicht
Welche finanziellen und personellen Ressourcen stellen die Mitgliedstaaten der Europäischen Union ihren Datenschutzaufsichtsbehörden zur Verfügung? Das erfahren Sie in der neuen übersichtlichen Auflistung des Europäischen Datenschutzausschuss (EDPB).

Statistische Daten über Ressourcen für Datenschutz

Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSB) hat die statistischen Daten aus den Jahren 2020, 2021 und 2022 erhoben und als kommentierte Liste auf seiner Webseite veröffentlicht.

Die Übersicht umfasst acht Seiten und gliedert sich in zwei Teile:

  • finanzielle Ressourcen
  • personelle Ressourcen

Deutschland ist Spitzenreiter bei den finanziellen Ressourcen

Deutschland ist – laut der Grafik auf Seite 3 – mit 114.085.030 Millionen Euro im Jahr 2022 absoluter Spitzenreiter bei den finanziellen Ressourcen.

Auf dem zweiten Platz liegt Italien mit 44.584.987 Millionen Euro, gefolgt von den Niederlanden mit 28.695.000 Euro. Schlusslicht ist Ungarn mit 4.044.932 Millionen Euro.

Unterschiedliche Zuständigkeiten

In den Kommentaren zur Grafik heißt es: „Die Budgets der Aufsichtsbehörden müssen vor dem Hintergrund möglicher Unterschiede im Umfang der Zuständigkeiten, Aktivitäten und finanziellen Verantwortlichkeiten auf nationaler Ebene interpretiert werden.“ Deutschland habe zum Beispiel einen sehr umfassenden Haushaltsplan, der für alle 18 Aufsichtsbehörden gelte.

Unterschiedliche Zufriedenheit

Gleichwohl beantwortet Deutschland die Frage „Reichen die zugewiesenen Mittel aus, um die Tätigkeit der Datenschutzaufsichtsbehörden durchzuführen“ mit „nein“. Das tun – wie die Grafik auf Seite 4 zeigt – insgesamt 77 Prozent der befragten Länder, also die große Mehrheit.

Lediglich 23 Prozent sind der Ansicht, dass sie zum gegenwärtigen Zeitpunkt über ausreichende finanzielle Mittel verfügen – interessanterweise auch Ungarn, das die wenigsten finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellt.

Deutschland ist Spitzenreiter bei den personellen Ressourcen

Auch bei den personellen Ressourcen belegt Deutschland den ersten Platz. Laut der Grafik auf Seite 6 gab es im Jahr 2022 insgesamt 1.155 genehmigte Stellen in den Datenschutzaufsichtsbehörden.

Auf Platz 2 folgt Frankreich mit 263 Stellen, auf dem 3. Platz Polen mit 260 Stellen.

Unterschiedliche Zuständigkeiten

Auch diese Zahlen müssen „vor dem Hintergrund möglicher Unterschiede im Umfang der Zuständigkeiten, Tätigkeiten und finanziellen Verantwortlichkeiten auf nationaler Ebene interpretiert werden“, heißt es im Bericht.

Unterschiedliche Zufriedenheit

Die überwiegende Mehrheit der Datenschutzaufsichtsbehörden – 87 Prozent – ist nicht mit der Personalausstattung zufrieden. Das zeigt die Grafik auf Seite 8 des Berichts.

Die deutschen Aufsichtsbehörden geben zum Beispiel an, dass sie mehr Personal benötigen, „um proaktiver handeln zu können, Untersuchungen durchzuführen und die Beschwerden oder Meldungen von Verstößen eingehender prüfen zu können“.

Anders sieht das in Dänemark, Ungarn, Irland und Liechtenstein aus. Diese vier Staaten – das sind 13 Prozent der befragten Länder – sind zufrieden mit der Personalausstattung.

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Elke Zapf

Elke Zapf
Verfasst von
Elke Zapf
Elke Zapf
ist freiberufliche Kommunikationsexpertin und Journalistin. Ihre Schwerpunkte sind Wissenschaft, Forschung, nachhaltiger Tourismus und Datenschutz. Kontakt:

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