Sie verwenden einen veralteten Browser. Um im Internet auch weiterhin sicher unterwegs zu sein, empfehlen wir ein Update.

Nutzen Sie z.B. eine aktuelle Version von Edge, Chrome oder Firefox

Fit für die DSGVO finden Sie jetzt hier
News
24. Februar 2021

Kontaktnachverfolgung in der Corona-Pandemie: „luca“-App hilft

Gratis
Die neue App luca will schnell und datenschutzkonform Kontakte nachverfolgen.
Bild: vichie81 / iStock / Getty Images Plus
2,00 (5)
Corona & Datenschutz
Viele träumen davon: Trotz Corona mal wieder im Lieblingsrestaurant essen gehen, ein Konzert besuchen, ein neues Outfit kaufen oder einen runden Geburtstag feiern. „Gemeinsam das Leben erleben“ nennt das die neue App „luca“. Sie will schnell und datenschutzkonform Kontakte nachverfolgen und Gesundheitsämter entlasten. Das unterstützen auch Datenschützer.

„Die App ‚luca‘ leistet einen wichtigen Beitrag bei der Nachverfolgung von Kontakten während der Pandemie und erfüllt dabei unseren hohen Datenschutz-Standard“, betont Dr. Stefan Brink, Landesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit (LfDI) von Baden-Württemberg, in einer Pressemitteilung.

Jeder kann bei „Luca“ mitmachen

„Luca“ ist eine Idee, bei der jeder mitmachen kann. Sie ist für private Treffen ebenso gedacht wie für öffentliche Veranstaltungen, Geschäfte und Gastronomie.

Wer die App nutzt, kann während der Pandemie

  • sicher und verantwortungsvoll jeden Kontakt datenschutzkonform dokumentieren,
  • im Infektionsfall die Kontakte verschlüsselt an das zuständige Gesundheitsamt weitergeben und deren Arbeit erheblich erleichtern,
  • automatisch seine persönliche Kontakt- und Besuchshistorie erstellen.

„Fanta Vier“ ist begeistert

Das Team hinter der „Luca“-Initiative setzt sich zusammen aus der neXenio GmbH, einer Ausgründung des Hasso-Plattner-Instituts, und einigen Kulturschaffenden – wie der Band „Die Fantastischen Vier“.

Die bekannte Band musste ihre „30 Jahre Live“-Tour bereits von 2020 auf 2021 verschieben und will nicht noch ein weiteres Jahr warten. Ihr Sänger Smudo sagt: „Wir sind ein Teil der Kulturszene, aber wir sind auch persönlich betroffen. Wir brauchen gesellschaftliche Kontakte, aber wir brauchen auch Sicherheit.“ Die Luca-App mache das wieder möglich.

App könnte Zettelwirtschaft ablösen

Die App könnte auch die bisherige Zettelwirtschaft in vielen Dienstleistungsbereichen ablösen. Mit einem fälschungssicheren QR-Code logge man sich beispielsweise bei einem Restaurantbesuch ein, indem man das Handy über einen Scanner halte, sagte Smudo den Stuttgarter Nachrichten.

„Die Check-In und Check-Out Daten liegen nur beim Restaurant“, betont der Sänger. Im Falle einer Corona-Infektion könne der Betroffene dem Gesundheitsamt dann freiwillig die Daten aus der App zur Verfügung stellen.

Gesundheitsämter müssten keine schlecht lesbaren Zettel mehr mit falschen oder unvollständigen Daten auswerten. Sie könnten– nach Freigabe der Kontaktdaten durch die infizierte Person und des Luca-Nutzers – schnell und ohne besonderen Aufwand an verifizierte Kontaktdaten gelangen und alle Kontaktpersonen lückenlos mit einem Klick informieren.

Infektionsketten schneller stoppen

„Die App bietet die technische Möglichkeit, Infektionsketten schneller zu erkennen und damit auch schneller zu stoppen. Und dies wiederum bietet für uns alle die Chance, weitere Lockdowns bzw. Schließungen zu vermeiden“, fasst der baden-württembergische LfDI Brink die Vorteile von „Luca“ zusammen. „Als Datenschützer unterstütze ich die „luca“- App aus voller Überzeugung. Wir haben die App technisch und rechtlich geprüft.“

Werbung nötig

Einziger Haken an der Sache: Offenbar ist noch viel Werbung für die App nötig. Denn die mobile Anwendung kann nur an Orten genutzt werden, die in den Zuständigkeitsbereich eines Gesundheitsamts fallen, das bereits das Luca-System nutzt. Aktuell ist da noch viel Luft nach oben.

Mehr Informationen:

Elke Zapf
Verfasst von
Elke Zapf
Elke Zapf

ist freiberufliche Kommunikationsexpertin und Journalistin. Ihre Schwerpunkte sind Wissenschaft, Forschung, nachhaltiger Tourismus und Datenschutz.

Sie hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Pressearbeit, Unternehmenskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation.

Zehn Jahre leitete sie die Hochschulkommunikation der Technischen Hochschule Nürnberg und war Pressesprecherin der Hochschule. Davor leitete sie den Sachbereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Das journalistische Handwerkszeug lernte sie ganz klassisch bei einem Redaktionsvolontariat direkt nach dem Studium der Politischen Wissenschaften.

Kontakt:

https://www.zapf-kommunikation.de/

Kommentar abgeben

0 Kommentare
Vielen Dank! Ihr Kommentar muss noch redaktionell geprüft werden, bevor wir ihn veröffentlichen.