5. März 2015 - Symantec-Datenschutzreport

Zweifel am Engagement in Sachen Datenschutz

Das Vertrauen, dass Unternehmen und Institutionen genug für den Schutz persönlicher Daten tun, ist bei Endverbrauchern gering. Vor allem Technologieanbieter und soziale Medien schneiden beim Datenschutz schlecht ab.

Symantec-Studie zum Datenschutz Eine Studie hat das Vertrauen von Konsumenten in den Datenschutz u.a. bei Online-Händlern untersucht (Bild: Symantec)

Die meisten Deutschen vertrauen Krankenhäusern und medizinischen Diensten (59 Prozent) mehr als Banken (58 Prozent). Die Regierung ist weit abgeschlagen mit 30 Prozent und schneidet in Deutschland im europäischen Vergleich am schlechtesten ab. Die Schlusslichter bilden Technologiekonzerne (18 Prozent) und Social-Media-Seiten (9 Prozent).

Zu diesen Ergebnissen kam Symantec im Rahmen des „State of Privacy Report 2015“, für den 7.000 Personen in Europa, davon 1.000 in Deutschland befragt wurden. Die Studie zeigt, dass 57 Prozent der Europäer besorgt darüber sind, dass ihre Daten nicht sicher sind. 59 Prozent gaben an, dass sie in der Vergangenheit bereits ein Datenschutz-Problem erlebt haben.

Nur 24 Prozent der Endverbraucher vertrauen darauf, dass ihre Daten bei den Online-Händlern sicher sind, 86 Prozent der Online-Einkäufer stimmen zu, dass Datensicherheit ein wichtiger Aspekt bei der Wahl eines Onlineshops ist – noch vor der Qualität der Produkte und dem Kundendienst.

Andererseits spiegeln die Reaktionen der Online-Shopper diese Sorgen und Erwartungen kaum wider. Nur einer von vier Käufern nimmt sich die Zeit, die Geschäftsbedingungen vollständig durchzulesen, ehe er seine persönlichen Daten mitteilt. Drei von zehn Online-Nutzern geben sogar ihre E-Mail-Adresse heraus, wenn sie finanziell davon profitieren.

Allerdings gibt es auch Anzeichen dafür, dass die Skepsis der Verbraucher zunimmt. Laut Studie vermeiden 44 Prozent der Befragten, persönliche Daten online zu posten, um ihre Privatsphäre zu schützen. 38 Prozent gaben an, falsche persönliche Angaben zu machen, damit die echten Informationen privat bleiben. Deren wirtschaftliche Bedeutung für Unternehmen hat zumindest knapp ein Viertel der Studienteilnehmer verstanden: 23 Prozent schätzen den Wert ihrer Informationen auf 1.000 Euro und mehr.

fgo

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