27. November 2012 - Finanzdienstleister

Zwei Milliarden Dollar für verlorene Daten

Finanzdienstleister haben im ersten Halbjahr 2012 mehr als zwei Milliarden US-Dollar durch Datenverluste eingebüßt – über zwei Millionen Datensätze wurden dabei kompromittiert. Das sind Ergebnisse einer weltweiten Untersuchung von InfoWatch zur Datensicherheit im Finanzsektor.

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Für 32 Prozent aller Datenverluste weltweit sind laut InfoWatch Unternehmen verantwortlich (Quelle: InfoWatch).

Eigentlich stellt die Studie „Global Analysis of Corporate Data Leaks in the Financial Services Sector“ den Finanzunternehmen kein allzu schlechtes Zeugnis aus. Denn von den 32 Prozent der Datenverluste, die durch privatwirtschaftliche Unternehmen weltweit zu verantworten sind, entfallen lediglich 18 Prozent auf Unternehmen aus dem Finanzbereich.

Diese 18 Prozent haben es allerdings in sich. Denn sie stehen für rund zwei Millionen kompromittierter Datensätze, die in zwei von drei Fällen Personen- und/oder Finanzdaten enthielten, also als äußerst sensitiv einzustufen sind.

In 41,7 Prozent der Fälle wurden diese Daten durch den Zugriff auf Backup-Kopien entwendet. Auffällig ist zudem, dass laut Studie mehr als zwei Drittel der Datenverluste (68 Prozent) im Finanzsektor ihre Ursachen in böswilligen Attacken hatten – alle Unternehmen gemeinsam betrachtet bringen es hier auf einen Anteil von 43 Prozent. Nur 20 Prozent der Datenpannen im Finanzbereich wurden dagegen durch menschliche oder technische Fehler verursacht, hier liegt der Schnitt aller Unternehmen gemeinsam bei 37 Prozent.

(27.11.2012/fgo)

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