6. September 2012 - Cybercrime

Zahl der Schadprogramme steigt

Der Viren- und Malware-Schutz sollte sich nicht nur auf den heimischen PC erstrecken, sondern auch mobile Endgeräte erfassen. Denn diese rücken mehr und mehr ins Visier der Cyberkriminellen. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung zum Malware-Aufkommen im zweiten Quartal 2012.

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Immer häufiger Angriffsziel für Cyberkriminelle: mobile Endgeräte (Quelle: Harald Wanetschka/pixelio.de).

Der aktuelle Report „Threat-Report Q2 2012“ von McAfee verzeichnet mit 1,5 Millionen entdeckten Schadprogrammen, die für Angriffe auf digitale Endgeräte entwickelt wurden, im zweiten Quartal 2012 die höchste Steigerungsrate seit vier Jahren. Zudem wurde im vergangenen Quartal mit durchschnittlich 2,7 Millionen neuen bösartigen URLs pro Monat ein Rekord beobachtet.

Programmierer von Schadprogrammen, die auf sensitive Daten fremder Endgeräte zugreifen oder andere ungewollte Aktionen ausführen, haben dabei längst nicht mehr nur Windows-PC im Visier. Mehr und mehr erfolgen auch Angriffe gegen Geräte mit dem Android-Betriebssystem von Google oder iOS von Apple. Das mobile Angriffsszenario setzt sich meist aus SMS-Malware, mobilen Botnets, Spyware und destruktiven Trojanern zusammen. Auch die Gefahren bei der Verwendung von Speicher-Sticks und das Stehlen von Passwörtern zeigten laut Report im zweiten Quartal ein deutliches Wachstum.

Allgemein stellt der Report deutliche Steigerungen bei Drive-by-Download-Angriffen fest. Dabei wird vom Anwender unbeabsichtigt und unbemerkt Software geladen, der Download erfolgt allein durch das Ansehen einer dafür präparierten Webseite. Auch die Verbreitung von Ransomware nimmt zu. Gelingt ein solcher Angriff, verschlüsselt das Schadprogramm private Daten der Nutzer, um für die vermeintliche (in der Praxis nie realisierte) Entschlüsselung ein „Lösegeld“ zu verlangen.

06.09.2012/fgo

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