4. Oktober 2012 - Video-Plattformen

YouTube bessert Urheberrechtsschutz nach

Seit mittlerweile fünf Jahren bietet die Video-Plattform YouTube den Dienst Content-ID als Werkzeug an, um Urheberrechtsverletzungen besser aufspüren zu können. Jetzt wurde dieses Video-Identifizierungssystem, das von mehr als 3.000 Content-Produzenten genutzt wird, an einigen Stellen überarbeitet.

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Künftig soll es weniger ungerechtfertige Video-Sperrungen in YouTube geben (Quelle: YouTube).

Zur Nutzung der Content-ID übermitteln Rechteinhaber ihre schützenswerten Inhalte als Referenzdateien samt Metadaten zur Beschreibung sowie Richtlinien mit Anweisungen, wie bei Funden verfahren werden soll, an YouTube. YouTube vergleicht nun hochgeladene Videos mit diesen Referenzdateien und führt die entsprechend vorgegebenen Aktionen aus. Dabei kommt es in der Praxis allerdings immer wieder zu fälschlichen Sperrungen von Inhalten, obwohl der eigentliche Rechteinhaber dies nicht möchte.

Wie im offiziellen YouTube-Blog nun nachzulesen ist, sollen künftig weniger Fehlerquellen Anlass zu Beschwerden geben. Hierfür wurden laut Angaben der Google-Tochter die Algorithmen, die möglicherweise ungültige Ansprüche beim Vergleich mit den mittlerweile rund 10 Millionen Referenzdateien identifizieren, verbessert. Im Zweifelsfall sollen YouTube-Mitarbeiter Ansprüche individuell überprüfen. Bei missbräuchlicher Nutzung der Content-ID behält sich YouTube zudem das Recht vor, den Zugang zu diesem System für den entsprechenden Teilnehmer zu sperren. Außerdem wurde das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten überarbeitet, um dem Rechteinhaber mehr Reaktionsoptionen zu bieten.

(04.10.2012/fgo)

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