6. August 2015 - Betriebssystem

Windows 10: Datenschutz-Optionen prüfen

Seit wenigen Tagen steht Windows 10 als Update für die Kunden zur Verfügung. Auf unzähligen Computern wird der Sprung auf die aktuellste Windows-Ausgabe kostenfrei und automatisch angeboten. Die Nutzer sollten indes unbedingt auf den Datenschutz des Systems achten. Auch im Unternehmenseinsatz ist der ungeprüfte Einsatz von Windows 10 nicht unproblematisch.

Windows 10 ist bei den Datenschutz-Optionen mit Vorsicht zu genießen Wer auf Windows 10 upgradet, sollte sich die Datenschutz-Optionen genau anschauen (Bild: Imilian / iStock / Thinkstock)

Auch in der neuesten Version des Microsoft-Betriebssystems setzt sich der Trend fort, Funktionen über die Cloud zur Verfügung zu stellen. So funktioniert die Spracherkennung Cortana etwa nur bei einer bestehenden Internetverbindung. Eine Anpassung der Datenschutz-Optionen ist aber auch aus anderen Gründen notwendig.

Express-Installation nicht zu empfehlen

Die meisten Nutzer werden das Update auf die neue Version wohl mit der Express-Option durchführen. Das ist nicht empfehlenswert, weil hierbei die Zahl der erhobenen Informationen besonders groß ist. Wenn möglich, ist die benutzerdefinierte Installation zu bevorzugen. In den Systemeinstellungen des Systems lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt immer noch Anpassungen vornehmen.

Umfangreiche Datenübertragungen an die Server von Microsoft

Das Betriebssystem tauscht regelmäßig eine ganze Reihe von Daten mit den Servern von Microsoft aus. Anwender, die sich mit ihrem Microsoft-Konto am Rechner anmelden, müssen davon ausgehen, dass unter anderem der Browser-Verlauf, Lesezeichen oder geöffnete Webseiten übermittelt werden.

Wer den digitalen Assistenten Cortana nutzt, gibt ebenfalls eine ganze Reihe von persönlichen Daten preis. Dazu zählen Informationen über den Computer, Kontakte, Kalendereinträge, SMS, E-Mails und den eigenen Standort. Die Übertragung der Daten ist in diesem Fall notwendig, damit der Dienst Anfragen wie die Suche nach der nächsten Postfiliale korrekt beantworten kann. Damit der digitale Assistent auch unmittelbar auf die Eingaben des Nutzers reagieren kann, ist das System ständig auf “Empfang”.

Außerdem erhält jeder Nutzer eine von Microsoft sogenannte Werbe-ID. Mit ihr kann zielgerichtet Werbung übermittelt werden. Die Werbe-ID erlaubt damit Apps, das System zu erkennen.

Datenschutz-Optionen prüfen

Microsoft hat alle Einstellungen rund um den Datenschutz in einem zentralen Bereich der Systemsteuerung gebündelt. Berücksichtigt werden sollten dort:

  • Verwendung der Werbe-ID
  • Positionserkennung: Auswahl, welche Apps den Standort nutzen dürfen.
  • Kamera
  • Mikrofon
  • Spracherkennung: Analyse von Stimme und Handschrift für Cortana-Funktionen
  • Kontakte
  • Kalender

Im Zweifel sollten dort alle fraglichen Datenübermittlungen abgeschaltet und grundsätzlich abgewogen werden, welche Funktionen tatsächlich nötig sind.

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