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20. März 2018 - Beschäftigtendatenschutz

Wie Sie Beschäftigten­datenschutz DSGVO-konform umsetzen

Der Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg (LfDI BW) hat seinen Praxisratgeber für den Beschäftigtendatenschutz überarbeitet und legt eine neue Fassung vor.

Beschäftigtendatenschutz nach DSGVO Was darf ein Unternehmen und welche Regeln müssen hinsichtlich des Beschäftigtendatenschutzes beachtet werden? Das erklärt der überarbeitete Ratgeber des Landesbeauftragten in Badenwürttemberg zum Datenschutz für Mitarbeiter. (Bild: Digital Vision. / Digital Vision / Thinkstock)

Betriebliche Maßnahmen bewegen sich nicht selten im Spannungsfeld zwischen dem berechtigten Interesse eines Unternehmers auf der einen und dem Datenschutz auf der anderen Seite.

Was darf ein Unternehmen, und wann verletzt die Firma die Rechte der betroffenen Mitarbeiter? Diese Frage steht im Zentrum des Praxisratgebers des LfDI BW, der in überarbeiteter Auflage erscheint.

Beispiele aus dem Alltag eines Unternehmens

Die Verfasser stellen auf den ersten Seiten die Grundsätze des Datenschutzes dar und zeichnen den Weg zum Datenschutz für Mitarbeiter nach.

Unmittelbar daran schließen sich Fallbeispiele an, die in vielen Unternehmen vorkommen.

Dabei bilden die typischen Stationen in einem Angestelltenverhältnis die grundlegende Gliederung. So geht es um die Bewerbung, die Beschäftigungsdauer und auch das Ausscheiden von Mitarbeitern.

Die Erklärungen zu den Beispielen enthalten überwiegend noch die Grundlagen aus dem „alten“ Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), aber auch die Vorschriften aus der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).

Die Themen

Angesprochen werden unter anderem:

  • private Nutzung der betrieblichen E-Mail-Adresse
  • unzulässige Fragen in Bewerbungsgesprächen und -bögen
  • Hintergrund-Überprüfung von Bewerbern
  • Nachfragen beim vorherigen Arbeitgeber
  • Speicherung von Bewerbungsunterlagen für einen längeren Zeitraum, etwa im Rahmen eines sogenannten Talentpools
  • Ortung von Mitarbeitern per GPS
  • Weitergabe von Mitarbeiterdaten an andere Unternehmen im Falle von Verkaufsverhandlungen zwischen Firmen
  • Krankmeldungen und Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen
  • Befragungen und Bewertungen von Mitarbeitern
  • und zum Schluss ein Klassiker unter den Streitfällen – die Videoüberwachung

Kostenloser Download

Die Erklärungen zu den einzelnen Fällen sind sehr umfassend, wenden sich aber in erster Linie an Praktiker wie betriebliche Datenschutzbeauftragte oder Betriebsräte.

Für Mitarbeiter, die sich eine schnelle Orientierung oder konkrete Beratung erhoffen, sind die Ausführungen in den meisten Fällen zu speziell.

Den Ratgeber können Sie hier kostenlos im PDF-Format herunterladen.

Stephan Lamprecht