16. März 2014 - Zugriffsberechtigungen von Apps

Weniger wäre mehr

Eine Untersuchung der 50 beliebtesten Apps des Google Play Stores hat ergeben, dass diese meist deutlich zu viele Zugriffsberechtigungen für sich reklamieren.

Thinstock/Kittikorn Phongok Kurios: Eine App nutzt Standortdaten zur Anzeige von Bezugsquellen für Sternfrüchte (Bildquelle: Thinstock/Kittikorn Phongok).

Die 50 Apps mit den höchsten Download-Zahlen im Zeitraum vom 24.02.2014 bis zum 05.03.2014 waren die Objekte einer Untersuchung des Projekts ‚Verbraucherrechte in der digitalen Welt‘ des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv). Ermittelt werden sollte in erster Linie, welchen von den Apps eingeforderten Zugriffsberechtigungen der Nutzer vor einer Installation zustimmen muss.

Die einzelnen Berechtigungen umfassten unter anderem Zugriffe auf Kontaktlisten, Kalender und Standortdaten. Problematisch beim Google Play Stores sei, so die Tester, dass der Nutzer keine Möglichkeit habe, einzelne Zugriffsberechtigungen zu verweigern. Der Nutzer sei  gezwungen den vom Anbieter dargestellten Berechtigungen im vollen Umfang zuzustimmen, oder von der Installation einer App Abstand zu nehmen.

Die gesamte Überprüfung habe gezeigt, dass bestimmte Zugriffsberechtigungen für die Nutzung einer App nicht immer erforderlich seien. Vor allem sei es für Verbraucher kaum zu erkennen, ob und welche Berechtigungen notwendig sind und wie sie genutzt würden. Besonders kurioses Beispiel: Eine Spiele-App will Zugriff auf die Standortdaten, damit sie Nutzern Orte in der Nähe anzeigen kann, an denen diese kostenlos Sternfrüchte erhalten.

(16.03.2104/fgo)

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