26. Oktober 2015 - Aktuelle Studie

Was ist ein beruflich genutztes Smartphone wert?

Wer Unternehmensdaten und Betriebsgeheimnisse auf seinem Smartphone speichert, trägt ein Paket von 50.000 Euro mit sich herum, so schätzen IT-Sicherheitsexperten. Insgesamt lägen Daten im Wert von etwa 320 Milliarden in Deutschland ungeschützt auf mobilen Endgeräten.

50000 ist ein beruflich genutztes Smartphone wert Der Wert der auf einem beruflich genutzten Smartphone gespeicherten Daten liegt deutlich über dem Anschaffungspreis (Bild: Tatsianama / iStock / Thinkstock)

Es sind nicht die reinen Beschaffungskosten, die den Wert eines Smartphones ausmachen. Vielmehr führt die Speicherung von Unternehmensdaten dazu, dass der Wert des Gesamtpakets aus Hardware und digital vorhandenen Informationen erheblich steigt. Auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa wurden im Auftrag von Teqcycle 100 Security-Experten befragt, wie sie den Wert eines beruflich genutzten Smartphones einschätzen:

  • 50.000 Euro: So hoch schätzten 30 Prozent den Wert der Daten auf einem Smartphone im Unternehmenseinsatz ein.
  • Ein weiteres Drittel setzte den Wert bei bis zu 20.000 Euro an.
  • Weitere 30 Prozent halten den Wert für nicht bezifferbar.

Bedenken äußersten die Sicherheitsverantwortlichen in Hinblick auf den Austausch der Geräte durch neuere Modelle. Denn häufig landen die ausgemusterten Smartphones im freien Verkauf. Lediglich 20 Prozent der Unternehmen löschen und entsorgen die Daten auf den Geräten laut Aussage von Teqcycle fachgerecht.

Fehler beim Löschen

Angesichts des geschätzten Datenwerts und rund acht Millionen mobiler Endgeräte, die jedes Jahr bei Unternehmen ausgetauscht werden, ergibt sich damit ein Datenwert von 400 Milliarden Euro. Davon seien Informationen im Gegenwert von 320 Milliarden Euro nicht ausreichend geschützt:

„Denn nicht immer genügt ein Rücksetzen auf die Werkseinstellungen, um alle Daten zuverlässig zu löschen, die nach der Inbetriebnahme des Geräts darauf gespeichert wurden – es bleiben weiter Datenpakete auf dem Gerät enthalten“, so Dirk Ulrich von Teqcycle. Und das, obwohl die Datensicherheit für 40 Prozent der im Rahmen der Studie Befragten entscheidend für die Auswahl eines Entsorgungskonzepts sei, so Ulrich weiter.

Hintergrund

Nach dem Global Mobile Consumer Survey 2015 von Deloitte ist das Smartphone noch vor den Laptops die verbreitetste mobile Gerätekategorie in Deutschland. Dabei kommt es früh und häufig zu einem Gerätewechsel: 58 Prozent der hierzulande genutzten Smartphones sind maximal 18 Monate alt.

fgo

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