20. Juni 2012 - Betrügerische Telefonanrufe

Vorsicht vor Lockanrufen angeblicher Datenschützer

Die Datenschutzbehörden des Bundes und der Länder warnen vor eine Betrugswelle, bei der sich Anrufer als Mitarbeiter einer offiziellen Datenschutzinstitution ausgeben, um sensitive Informationen zu erlangen oder gar Zahlungen zu bewirken.

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Auch in Zeiten des Computers hat das Telefon als Werkzeug für den Datendiebstahl nicht ausgedient. (Quelle: Christian Horvat/Wikipedia)

Laut einer Mitteilung des Landesbeauftragen für Datenschutz und Informationsfreiheit (LDI) Nordrhein-Westfalen geben sich die Anrufer dabei als Beschäftigte einer staatlichen Stelle aus und verwenden oftmals erfundene Behördenbezeichnungen wie „Verwaltungszentrale für Datenschutz“, „Bundesdatenschutzzentrale“ oder „Bundes- bzw. Landesdatenschutzamt“.

Geld und personenbezogene Daten im Visier der Betrüger

Ziel der Anrufer ist es, das Vertrauen des Angerufenen zu erschleichen. Anschließend wird versucht zu vermitteln, dass man dafür sorgen könne, dass die Daten der Angerufenen aus  unseriösen Adressdateien oder bei dubiosen Gewinnspielanbietern gelöscht würden. Hierfür sei jedoch die Angabe persönlicher Daten nötig. Oftmals wird auch die Zahlung einer Bearbeitungsgebühr verlangt.

Der LDI empfiehlt, sich bei sich bei Betrugsverdacht an die örtliche Polizeidienststelle zu wenden. Weiterhin sei es möglich, Rufnummernmissbrauch und unerlaubte Telefonwerbung der Bundesnetzagentur melden.

Formblätter für entsprechende Beschwerden werden auf deren Internetseite www.bundesnetzagentur.de angeboten.

(20.06.2012/fgo)

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