2. April 2012 - Anti-Viren-Programme im Test

Viele Anti-Viren-Programme schützen schlecht

Die Basis für den Datenschutz ist die Datensicherheit. Daher ist der Einsatz von Schutzprogrammen unumgänglich. Und selbst mit Virenschutz gilt es, einige Sicherheitsregeln einzuhalten – denn kein Programm bietet einen hundertprozentigen Schutz.

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Nur wenige Anti-Viren-Programme bekämpfen rechtzeitig die Schädlinge (Gerd Altmann/pixelio.de)

Für ihre April-Ausgabe hat die Zeitschrift „test“ 18 Schutzprogramme unter die Lupe genommen und konnte zeigen, dass nur vier davon einen guten Schutz bieten. Die Titelgeschichte zeigt, welche das sind, und gibt Tipps für sicheres Verhalten im Internet.

Test mit 1.800 Schädlingen

Im Test mussten die Programme 1.800 aktuelle Schädlinge finden und löschen. Das beste Ergebnis lieferte G Data InternetSecurity 2012. Allerdings benötigt das Programm viel Arbeitsspeicher, was sich bei der Geschwindigkeit des Rechners bemerkbar macht. Damit ist es nicht für schwache Rechner wie Netbooks geeignet.

Anti-Viren-Testsieger Avira

Sparsamer geht Testsieger Avira mit dem PC um. Avira gibt es als Kaufversion für 40 Euro. Aber auch die kostenlose Version ohne Firewall liefert ein gutes Ergebnis. Für Windows-7-Nutzer kein Problem: Hier ist eine Firewall bereits integriert. Sie arbeitet sogar besser als manch eine Firewall gekaufter Anti-Viren-Programme.

Verlierer: Trend Micro, Panda und Norton

Schlusslichter bilden Trend Micros Titanium Internet Security 2012 und Panda Internet Security 2012. Sie benötigen am längsten, um Schädlinge zu erkennen. Und Symantec Norton Internet Security übersieht besonders viele davon.

Die fünf gefährlichsten Sicherheitslücken

Informieren Sie Ihre Kollegen über die fünf gefährlichsten Sicherheitslücken:

  1. Achten Sie darauf, dass Ihr Anti-Viren-Programm stets aktuell ist.
  2. Vorsicht bei kostenlosen Downloads – sie können Trojaner auf Ihren Rechner schmuggeln.
  3. Datenträger scannen: Wer etwa auf dem Fotodrucker einer Drogerie Bilder vom USB-Stick ausdruckt, sollte den Stick anschließend auf Viren prüfen.
  4. Besiegen Sie Ihre Neugier: Verlockend klingende Mails können Schädlinge enthalten. Öffnen Sie also keine Mails von Unbekannten und fragen Sie im Zweifel beim Absender nach.
  5. Soziale Netzwerke: Auch hier können sich Hacker Zugang zu Ihren Passwörtern verschaffen. Klicken Sie nur mit Vorsicht auf Links, die etwa auf Ihrer Pinnwand erscheinen!
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Mehr zum Test der Anti-Viren-Software unter www.test.de/internetsicherheit.

02.04.2012 (test/ast)

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