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13. Februar 2017 - Hackerangriffe

Versicherungen gegen Cyber-Risiken mit hohem Potenzial

Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG geht davon aus, dass sich das Prämienvolumen für Cyber-Versicherungen im deutschsprachigen Raum deutlich erhöhen wird: von heute 90 Millionen Euro jährlich knapp 20 Milliarden Euro im Jahr 2036.

Cyber-Versicherungen könnten zukünftig stark zulegen Experten prognostizieren: Die Versicherung gegen Cyber-Risiken wird bald so selbstverständlich sein wie eine Kfz-Versicherung (Bild: pichet_w / iStock / Thinkstock)

In zwei Studien hat KPMG die Auswirkungen der Digitalisierung auf die deutsche Versicherungsbranche zusammengefasst. Quintessenz: Versicherungen gegen Cyber-Risiken haben das Potenzial, die Kfz-Versicherung als größte Sparte in Bereich der Schaden- und Unfallversicherung abzulösen.

Cyber-Versicherungen könnten Kfz-Versicherung ablösen

Das von KPMG entwickelte Prognosemodell kommt für die Region Deutschland-Österreich-Schweiz auf ein Prämienvolumen zwischen konservativ geschätzten 12,1 Milliarden und 26,2 Milliarden Euro im Jahr 2036.

Ausgehend von einer weiterhin steigenden Zahl an Cyber-Kriminalitätsfällen und der entsprechenden Bereitschaft von Unternehmen und Haushalten, sich gegen solche Vorfälle zu versichern, wird ein Prämienvolumen von 19,6 Milliarden Euro erwartet – davon 15,2 Milliarden in Deutschland.

„Wir gehen davon aus, dass es zwei Hauptelemente des Cyber-Versicherungsgeschäfts geben wird: Deckungen für Eigen- und Deckungen für Fremdschäden – analog zum Kasko- und Haftpflichtteil in der Kfz-Versicherung“, stuft Hendrik C. Jahn, Partner bei KPMG, die entstehenden Versicherungsangebote ein.

Privathaushalte und KMU als Umsatzgaranten

Der mit Abstand größte Anteil der zukünftigen Cyber-Prämien – angenommene 70 bis 75 Prozent – wird nach Ansicht von KPMG auf das Segment der privaten Haushalte und kleineren Unternehmen entfallen.

Vor allem die stark steigende Schadenhäufigkeit wird höchstwahrscheinlich der Hauptgrund sein, sich gegen Cyber-Risiken zu versichern.

Derzeit 450 Milliarden Euro an Schäden weltweit

„Die durch Cybercrime verursachten Schäden belaufen sich in Deutschland heute schon auf über 50 Milliarden und weltweit auf rund 450 Milliarden Euro – bei stark steigender Tendenz“, so KPMG-Partner Markus Heyen.

„Unternehmen und private Haushalte werden deshalb nicht umhin kommen, sich gegen die entsprechenden Gefahren zu versichern. Der Europa mindestens um fünf Jahre vorauseilende US-Markt verzeichnet schon heute ein Prämienvolumen von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro.“

fgo

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