23. Oktober 2013 - Identifikation per Webbrowser

Verräterische Spuren

Viele Systemkonfigurationen von Desktop- und Mobilrechnern sind einzigartig. Und über die Kombination der einzelnen genutzten Komponenten ist meist eine eindeutige Identifikation möglich.

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Identifikation per Fingerabdruck klappt nicht nur bei Menschen (Bildquelle: Siegfried Fries/pixelio.de).

Wer sich vor Tracking im Web schützen möchte, deaktiviert Cookies – so die landläufige Meinung. Jedoch hinterlässt jeder Aufruf einer Webseite eine Art digitalen Fingerabdruck, über den fast alle verwendeten Geräte wiederzuerkennen sind.

Der Fingerabdruck eines Browsers ist mit ein wenig Fantasie mit dem realen Fingerabdruck eines einzelnen Menschen vergleichbar: Es setzt sich zusammen aus den spezifischen Merkmalen einer Systemkonfiguration eines bestimmten Endgeräts (etwa Bildschirmauflösung, Zeitzone, Systemfarben, Plugin-Versionen, Schriftarten) und macht in der Kombination dieser Merkmale einen Anwender häufig eindeutig identifizierbar. Dies wies Henning Tillmann im Rahmen einer Ende 2012 durchgeführten Studie nach.

Mehr als 23.000 digitale Fingerabdrücke hat Tilman mit Zustimmung der jeweiligen Nutzer für seine Diplomarbeit gesammelt und ausgewertet. In einer anschließenden Analyse dieser Daten konnte er feststellen, dass knapp 93 Prozent der digitalen Fingerabdrücke in dem Untersuchungszeitraum einzigartig waren, also eine eindeutige Identifikation des Endgeräts zuließen.

(23.10.2103/fgo)

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