14. März 2013 - Bring your own device

Verlegt, verloren, geklaut

Die Nutzung privater mobiler Geräte im Job weicht nicht nur die Grenzen zwischen Arbeits- und Freizeit auf. Sie kann auch zum verstärkten Aufkommen von Sicherheitsproblemen führen.

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BYOD erhöht sich nur die Flexibilität, sondern auch die Sicherheitsrisiken (Bildquelle: Intel).

Laut einer Studie des Software-Anbieters Varonis ist es in drei von vier Unternehmen Mitarbeitern erlaubt, über ihre privaten Geräte auf Unternehmensdaten zuzugreifen. Die Hälfte dieser Unternehmen verzeichnete bereits den Verlust eines Geräts, auf dem wichtige Unternehmensdaten gespeichert waren. Bei mehr als einem Fünftel waren aus „Bring your own device“ (BYOD) resultierende Sicherheitsprobleme die Folge.

Die Grenzen des Einsatzes privater mobiler  Geräte sind fließend: 86 Prozent der Mitarbeiter verwenden ihre Geräte Tag und Nacht für die Arbeit – 44 Prozent sogar während der Mahlzeiten. 15 Prozent nehmen ihre Geräte mit in den Urlaub, und für sieben Prozent gibt es nach eigenen Angaben keinerlei Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben.

Angst um die Sicherheit privater Daten

Dass dieser zunehmende Trend zum mobilen Arbeiten verstärkt zu Sicherheitsvorfällen und Datenverlusten führt, ist sehr wahrscheinlich, denn mobile Geräte stellen nach wie vor ein großes Sicherheitsrisiko dar. Die Hälfte der Befragten gab an, dass einem Mitarbeiter ihres Unternehmens bereits ein Gerät mit wichtigen Unternehmensinformationen abhanden gekommen sei.

Allerdings sorgen sich die Mitarbeiter nicht nur um die IT-Sicherheit ihre Unternehmens. Ganze 57 Prozent glauben, dass die Verwendung eines privaten Geräts für Arbeitszwecke auch ein Sicherheitsrisiko für sie persönlich darstellen könnte – beispielsweise durch die Offenlegung und den Missbrauch persönlicher Informationen.

Unternehmen, die BYOD erlauben, verzeichnen zudem eine niedrigere Produktivität: Fast ein Viertel der Studienteilnehmer erklärte, eigene Geräte häufiger während der Arbeitszeit für private Zwecke zu nutzen, als sie gegenüber ihren Vorgesetzten zugaben.

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