1. Juni 2012 - Absicherung von Unternehmensdaten

Unternehmen vernachlässigen den Schutz geistigen Eigentums

Unternehmen sind nicht ausreichend auf Diebstahl und Spionage vorbereitet und schützen ihr geistiges Eigentum und ihre Betriebsgeheimnisse nur unzureichend gegen Spionage und Diebstahl.

Datenschutzbeauftrager und Administrator (Bild: vasabii / iStock / Thinkstock)

Ein höchst mittelmäßiges Zeugnis stellt eine aktuelle Studie
von Iron Mountain und PwC den
mittelständischen Unternehmen in Europa aus. Demnach verfügt etwa in
Deutschland nur knapp über die Hälfte dieser Firmen (56 Prozent) über Pläne zum
Schutz von geistigem Eigentum und Betriebsgeheimnissen. Auf europäischer Ebene
sieht es noch schlechter aus: Hier konnten nur 41 Prozent der Befragten eine
positive Antwort geben.

Bedeutung von geistigem Eigentum unterschätzt

Über die Hälfte der insgesamt Befragten (54 Prozent) ist der
Ansicht, dass der Schutz von geistigem Eigentum und Betriebsgeheimnissen
weniger wichtig ist als die Sicherung von Kunden-, Mitarbeiter- und
Finanzinformationen. Von den untersuchten Branchen weist die Pharmaindustrie,
in der geistiges Eigentum eine besonders große Rolle spielt, die größten
Defizite auf: Weniger als ein Drittel (30 Prozent) beziehen geistiges Eigentum
und Betriebsgeheimnisse in ihre Informationsrisiko-Management-Pläne ein. Die
Branchen Finanzdienstleistungen (35 Prozent), Rechtswesen (38 Prozent),
Fertigung (49 Prozent) und Versicherungen (57 Prozent) schnitten nur
unwesentlich besser ab.

Blindes Vertrauen in neue Mitarbeiter

Darüber hinaus ergab die Studie, dass 26 Prozent der
Unternehmen in Europa und 28 Prozent der deutschen mittelständischen Firmen den
Hintergrund neuer Mitarbeiter nicht überprüfen und ihre Betriebsgeheimnisse
dadurch möglicherweise zusätzlichen Gefahren aussetzen.

„Dass so viele Unternehmen keine unternehmensweite
integrierte Informationsmanagement-Strategie implementieren, ist sehr
bedenklich“, so Hans-Günter Börgmann, Geschäftsführer der Iron Mountain
Deutschland GmbH. „Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn wertvolle
Betriebsgeheimnisse wie Patente, Produktentwürfe oder Markteintrittsstrategien
in die Hände eines Konkurrenten gelangen.“

(01.06.2012/fgo)

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