9. November 2011 - Cloud Computing

Unternehmen sind unzureichend auf Datenangriffe vorbereitet

Immer mehr Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitern auch außerhalb des Büros über das Internet Zugang zu Geschäftsdaten, Stichwort „Cloud Computing“. Dadurch steigen die Risiken für die Datensicherheit, gegen die sich die Mehrzahl der Firmen noch nicht ausreichend abgesichert hat.

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Externe Angriffe werden zunehmend als Bedrohung erkannt (Foto: Ernst & Young)

Über die Hälfte (56 Prozent) aller Unternehmen geben an, ihre Sicherheitsstrategien zum Datenschutz überprüfen oder modifizieren zu müssen, um sich besser vor Angriffen auf ihre IT zu schützen. Gleichzeitig sind knapp drei Viertel der Unternehmen der Ansicht, dass sich ihr Sicherheitsrisiko wegen der steigenden Zahl externer Bedrohungen erhöht hat.

Das berichtet die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young in dem Report „2011 Global Information Security Survey“.

Die Cloud vergrößert sich

Trotz dieser Entwicklung wollen die Verantwortlichen zukünftig noch stärker auf IT-Services setzen, die auf Cloud Computing basieren.

61 Prozent der befragten Unternehmen nutzen derzeit bereits Cloud Computing, oder sie evaluieren oder planen dessen Einsatz innerhalb des nächsten Jahres.

„Die Umfrage zeigt vor allem, dass die Kluft zwischen den Anforderungen, die das Unternehmen an die Informationssicherheit stellt, und seinen Möglichkeiten, die komplexen Risiken zu minimieren, immer größer wird“, sagt Olaf Riedel, Partner bei Ernst & Young.

Zweifel an der Sicherheit des Cloud Computing

Die befragten Unternehmen sehen sich mit immer neuen IT-Herausforderungen konfrontiert. Trotz der Beliebtheit des Cloud Computing zweifeln viele Unternehmen an dessen Sicherheit: 90 Prozent der Befragten würden dieser Technik eher vertrauen, wenn sie von externen Stellen verifiziert und zertifiziert wäre.

Aus diesem Grund erachten 48 Prozent die Einführung des Cloud Computing als eine große Herausforderung.

Risikopotenzial Social Media

Die Umfrage zeigt auch, dass Social Media in Unternehmen nach wie vor kritisch gesehen werden. Vor allem Risiken wie die Einschleusung von Viren, gehackte Accounts und die Weitergabe vertraulicher Daten stehen hier im Vordergrund.

Deswegen hat mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen den Zugang zu Social-Media-Seiten gesperrt oder stark eingeschränkt.

Ausgaben für IT-Sicherheit steigen

Ein Großteil der befragten Unternehmen plant, die Ausgaben für Informationssicherheit anzuheben: 59 Prozent der Studienteilnehmer prognostizierten eine Erhöhung dieses Budgets. Dabei investieren die Unternehmen nicht nur in einzelne Maßnahmen, sondern entwickeln umfassende Strategien, um einen Gesamtüberblick über ihre sogenannte Risikolandschaft zu gewinnen.

1.700 Experten für Informationssicherheit aus 52 Ländern weltweit haben branchenübergreifend an der Umfrage „2011 Global Information Security Survey“ teilgenommen, die die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young veröffentlicht hat.

Ernst & Young/BM

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