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7. März 2019 - Technischer Datenschutz

Unternehmen planen für den IT-Notfall

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In einer aktuellen Studie des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V gaben 90 Prozent der befragten Sicherheitsexperten an, dass die Bedrohungslage der IT-Sicherheit ihrer Ansicht nach weiter ansteige. Als Konsequenz darauf reagieren die Firmen mit Notfallplänen.

Oft hapert es bei Unternehmen an den Notfallplänen Notfallpläne werden immer wichtiger (Bild: DaLiu / iStock / Thinkstock)

Wie wichtig die Verantwortlichen in Unternehmen die aktuellen Bedrohungen der IT-Sicherheit nehmen, zeigt bereits ein einfacher Vergleich:

  • Im Jahr 2018 besaßen 32 Prozent der Firmen einen Notfallplan.
  • Wie die eco-Studie zeigt, haben 57 Prozent der befragten Sicherheitsexperten inzwischen interne Prozesse definiert oder einen Notfallplan für den Fall eines Cybercrime-Vorfalls festgelegt.
  • Und weitere 27 Prozent befinden sich mitten in den Vorbereitungen, einen solchen Notfallplan für sich zu entwickeln.

Unternehmen investieren in Schulungen

Die gewachsene Sensibilität gegenüber Gefahren für die IT-Sicherheit führt auch zu einer stärkeren Bereitschaft der Firmen, in Schulungen für die Mitarbeiter zu investieren.

  • 41 Prozent der befragten Unternehmen schulen und sensibilisieren die eigenen Mitarbeiter regelmäßig zu Cyber-Gefahren.
  • In 38 Prozent der Firmen erfolgen solche Unterweisungen zumindest unregelmäßig.
  • Lediglich 14 Prozent schulen ihre Mitarbeiter gar nicht.

Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im eco Verband kommentiert das Ergebnis so:

„Die Verantwortlichen im Mittelstand sind sich der großen Gefahr durch Cyberkriminelle immer stärker bewusst und suchen nach Wegen, sich auf einen möglichen Fall der Fälle vorzubereiten.“

Planung für den Notfall wird Top-Aufgabe

Die Planung für Notfälle zählt für die befragten Unternehmen aktuell zu den wichtigsten Sicherheitsthemen. 80 Prozent der Firmen betrachten das Thema als wichtig oder sogar als sehr wichtig.

In der Bewertung stehen lediglich drei Themen noch höher auf der Agenda:

Firmen sehen eigene Bemühungen durchaus skeptisch

Trotz der größeren Anstrengungen bei den Sicherheitsthemen schätzen weniger als die Hälfte der Befragten (46 Prozent), dass sie sehr gut oder gut vorbereitet sind. 35 Prozent vertreten die Ansicht, bloß ausreichend abgesichert zu sein.

Die Bemühungen um mehr Sicherheit scheinen durchaus berechtigt. In jedem vierten Unternehmen gab es im vergangenen Jahr tatsächlich mindestens einen gravierenden Sicherheitsvorfall: Ransomware und DDos-Attacken standen hier im Fokus.

Für die Studie hatte der eco Verband 242 Experten für IT-Security zur aktuellen Sicherheitslage befragt.

Stephan Lamprecht