29. April 2011 - Unesco

Unesco stellte jahrelang Bewerbungsunterlagen ins Netz

Die Unesco hat seit Jahren Bewerbungsunterlagen ins Internet gestellt. Betroffen sind mehrere zehntausend Bewerber.

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Bewerbungsunterlagen sind vertrauliche Dokumente (Foto: Thinkstock)

Die Uno-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur hat über ein Web-Formular eingegebene Bewerbungen online gestellt.

Zehntausende Praktikumsbewerber und vermutlich Hunderttausende Bewerber für normale Posten sind betroffen.

Persönliche Daten der Bewerber einsehbar

So wurden persönliche Daten veröffentlicht, wie etwa Telefonnummern, Anschriften, E-Mail-Adressen und Namen. Auch Informationen zu Arbeitgebern, Bildungsweg und Sprachkenntnissen sind zu finden.

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Laut Spiegel online war der Zugriff auf die fremden Daten denkbar leicht zu bewerkstelligen. Mit einer Kennziffer konnte ein Bewerber sein Anschreiben im Webbrowser einsehen. Um auch auf alle übrigen Bewerbungen zugreifen zu können, genügte es, in der Adresszeile des Browsers die Kennziffer zu ändern.

Leck bei Bewerberdaten war bereits einen Monat bekannt

Praktikumsbewerbungen konnten ohne weitere Hürden gefunden werden. Für einen Blick auf die Bewerbungen für Festanstellungen bedurfte es lediglich einer unverbindlichen Registrierung.

Ein Bewerber hatte das Datenleck vor mehr als einem Monat bemerkt und sich daraufhin an die Unesco gewandt. Die Unesco reagierte zuerst nicht.

Wie sich solche Pannen verhindern lassen, lesen Sie im Fachbeitrag „Datenschutzkonformes E-Recruiting„.

29.04.2011 (Spiegel online/BM)

 

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