2. Dezember 2014 - Online-Privatsphäre von Jugendlichen

… und die Eltern wissen, was du tust

Viele Eltern kontrollieren, wie viel Zeit die Kinder online verbringen und was sie dort tun. Ein großer Prozentsatz sogar ohne Erlaubnis oder Wissen ihrer Kinder.

Passwörter von Jugendlichen sind oft auch den Eltern bekannt (Bild: AVG) Passwörter von Jugendlichen sind oft auch den Eltern bekannt (Bild: AVG)

Laut einer aktuellen internationalen Studie von AVG, bei der rund 4.000 Teenager im Alter zwischen elf und 16 Jahren zu den Themen Online-Privatsphäre und -Verhalten befragt wurden, kontrolliert rund ein Viertel der deutschen Eltern die Smartphones und Tablets ihrer Kinder ohne Erlaubnis. 15 Prozent der Jugendlichen gaben an, dass dabei sogar private Informationen abgerufen würden, die sie eigentlich niemanden sehen lassen wollten.

Mit Billigung des Nachwuchses ist die Anzahl der kontrollierten Online-Accounts noch viel größer: Obwohl fast vier Fünftel (79 Prozent) der befragten deutschen Jugendlichen ihr Mobilgerät mit einem Passwort schützen, wissen laut eigenen Angaben 59 Prozent, dass ihre Eltern diese zum Teil oder in ihrer Gesamtheit kennen.

Kommt es zu Verboten, ist Facebook klar die Nummer 1. Jedes zweite Verbot von Elternseite zur Nutzung eines Online-Angebots bezieht sich auf dieses soziale Netzwerk. Der Anteil der Jugendlichen, die solche Einschränkungen für sinnvoll halten, ist freilich deutlich geringer: Nur 15 Prozent der deutschen Teenager äußerten Bedenken darüber, dass ihre persönlichen Daten eingesehen werden könnten.

Dennoch kommt bei Eltern die Kontrolle dessen, was ihre Kinder online tun, erst an zweiter Stelle. In Deutschland gaben knapp zwei Drittel (61 Prozent) der Jugendlichen an, dass ihre Eltern die Hausaufgaben kontrollieren. Im Gegensatz dazu kümmert sich nur die Hälfte  darum, wie viel Zeit ihre Kinder online verbringen.

fgo

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