20. März 2015 - Aktuelle Studie

Umgang mit personenbezogenen Daten: Die Skepsis überwiegt

Eine aktuelle Studie hat ermittelt, wofür Bundesbürger ihre personenbezogenen Daten zur Verarbeitung und Auswertung am ehesten preisgeben würden.

Datenschutzkongress 2016 Laut einer Umfrage überlegen Bundesbürger genau, wem sie welche persönlichen Daten anvertrauen (Bild: denphumi/iStock/Thinkstock)

Im Auftrag von SAS hatte die Forsa Politik- und Sozialforschung GmbH 1.009 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren danach gefragt,

  • wann sie ihre persönlichen Daten weitergeben würden,
  • welcher Art diese Informationen wären und
  • welchen Unternehmen und Institutionen sie einen sorgsamen Umgang mit ihren personenbezogenen Daten zutrauen.

Die Mehrheit der Befragten (76 %) gab in der Studie an, immer genau und sorgfältig darauf zu achten, wem sie welche Daten im Internet über sich zur Verfügung stellt. Nur 19 Prozent äußerten keine größeren Bedenken, Daten über sich preiszugeben.

Internet- und Telekommunikationsanbietern wird am wenigsten Vertrauen entgegengebracht

Die schlechtesten Karten bei den Datensammlern haben dabei Internet- und Telekommunikationsanbieter, von denen nur 19 bzw. 29 Prozent der Befragten einen ordnungsgemäßen Umgang mit ihren Daten erwarten. Auf der anderen Seite der Tabelle finden sich Krankenkassen (76 %), Finanzämter (73 %) sowie Ärzte und Krankenhäuser (73 %), denen jeweils rund drei Viertel der Studienteilnehmer einen sorgsamen Umgang mit ihren Daten zutraut. Bei Banken lag der Anteil bei 64 Prozent, Kreditkartenunternehmen (49 %), Einzelhändler (44%), private Versicherungen (41 %) und Reiseunternehmen (30 %) folgen auf den Plätzen.

Wichtig ist für die Befragten auch die Art der übermittelten Informationen:

  • Am ehesten zeigten sich die Befragten bereit, der Übertragung von Daten über ihre Hobbys (58 %) oder zu ihrer Person wie Alter oder Anschrift (48 %) zuzustimmen.
  • 42 Prozent äußersten sich dahin gehend, dass sie mit der Nutzung der Daten über ihr Kaufverhalten einverstanden seien.
  • Am sensibelsten reagierte man bei der Nutzung von Daten zum Gesundheitszustand (23 %), zu den persönlichen Kontakten (12 %) oder zur eigenen Finanzlage (7 %).

Finanzielle Anreize bringen wenig

Auch monetäre Vergütungen können zumindest laut dieser Studie keinen entscheidenden Wandel bei dieser Einstellung bewirken. So äußerten lediglich 20 Prozent, dass sie bereit wären, gegen Geldvorteile Mobilitäts-, Kaufverhaltens- und Gesundheitsdaten zur Verfügung zu stellen. 70 Prozent zeigten zumindest laut Umfrage keine Bereitschaft zur finanziell motivierten Weitergabe persönlicher Daten.

Die komplette Studie steht nach Anmeldung zum Download zur Verfügung.

fgo

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