Gratis
28. Juni 2017 - Sicherheitsbedenken

Studie: Datenmissbrauch ist größte Angst der Menschen

Knapp jeder zweite Deutsche befürchtet, dass seine Daten in falsche Hände geraten könnten. Nur die Angst vor Krieg und Terrorismus ist größer.

Sicherheitsbedenken Nummer 1: Datendiebe Die Angst vor einem Missbrauch der digital gespeicherten persönlichen Daten ist weltweit sehr stark ausgeprägt. (Bild: DeanDrobot / iStock / Thinkstock)

48 Prozent der Deutschen sind sehr bis extrem besorgt, dass persönliche Daten in die falschen Hände geraten könnten.

Nur die Angst vor Terrorismus und Krieg ist hierzulande stärker ausgeprägt. Hier äußerten sich 55 Prozent dahingehend, dass sie sehr bis extrem besorgt seien.

Auch international gesehen nimmt die Angst vor Datenmissbrauch einen Spitzenplatz ein und steht mit 65 Prozent an erster Stelle.

Daten aus 13 Ländern

Erhoben wurden diese Daten im Rahmen des Unisys Security Index 2017. Diese Studie soll die Bedenken von Verbrauchern aus 13 Nationen widerspiegeln.

Befragt wurden die Teilnehmer bezüglich hinsichtlich nationaler, finanzieller, persönlicher und Internet-Sicherheit.

Durchgeführt wurde die Befragung in den europäischen Ländern Belgien, Niederlande, Großbritannien und Deutschland.

Außerdem wurden Menschen aus Argentinien, Australien, Brasilien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, den Philippinen und den USA befragt.

Je Nation hatten sich mindestens 1.000 Erwachsene zu ihren Sicherheitsbedenken geäußert.

Grund für die Angst

„Der digitale Wandel, die Zunahme von smarten Technologien und die steigende Vernetzung erzeugen auf Nutzerseite ein Misstrauen in Bezug auf Datensicherheit“, so Sandro Lindner Geschäftsführer der Unisys Deutschland GmbH.

„Regelungen wie beispielsweise die europäische Datenschutzrichtlinie gehen zwar in die richtige Richtung. Allerdings scheinen die bisherigen Maßnahmen zu Datenschutz und Datensicherheit dennoch nicht ausreichend zu sein. Vor allem möchten Bürger selbst entscheiden, wem sie ihre persönlichen Daten zur Verfügung stellen.“

20 % mehr Sicherheitsbedenken – Rekordhoch

Insgesamt sind die globalen Sicherheitsbedenken seit der letzten Umfrage 2014 um 20 Prozent gestiegen – auf einen Rekordwert von 173 Punkten (Maximalwert 300 Punkte).

Die höchsten Zunahmen sind dabei bei den Industrienationen zu verzeichnen – mit Ausnahme von Deutschland.

Wird Deutschland sicherer?

Während in anderen europäischen Ländern die Sicherheitsbedenken zugenommen haben, ist Deutschland die einzige Nation, in der der Index gesunken ist.

Während der Security Index für Deutschland 2014 bei 146 Punkten lag, liegt der Indexwert der aktuellen Umfrage bei 136 Punkten. Das entspricht einem moderaten Sorgenlevel.

Von den 13 befragen Nationen, sind nur in den Niederlanden mit einem Indexwert von 125 Punkten die Bedenken noch niedriger als in Deutschland.

fgo

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln