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11. Juli 2017 - Datenschutz in Unternehmen

Stiefmütterliche Behandlung der IT-Sicherheit

Weniger als die Hälfte der Entscheidungsträger in deutschen und österreichischen Firmen stuft die eigenen unternehmenskritischen Daten als „komplett sicher“ ein. Häufig sind fehlende Informationen zum Speicherhort der sensitiven Informationen der Grund.

Zahlreiche Unternehmensentscheider zweifeln an einer sicheren Speicherung ihrer sensitiven digitalen Daten Zahlreiche Unternehmensentscheider zweifeln an einer sicheren Speicherung ihrer sensitiven digitalen Daten. (Bild: outline205 / iStock / Thinkstock)

Die Mehrheit der befragten Unternehmen in Deutschland und Österreich gehen davon aus, dass ihre IT und ihre digitalen Daten vor Sicherheitsvorfällen nicht ausreichend geschützt sind. Dies ist ein Ergebnis des von Vanson Bourne im Auftrag von NTT Security erstellten aktuellen Reports „Risk:Value 2017„.

Unklarheiten über den Speicherort

52 Prozent der Befragten rechnen mit einer bevorstehenden Verletzung der Informationssicherheit. Dabei gehen sie davon aus, dass die Behebung eines entstandenen Schadens rund zwölf Wochen dauert und durchschnittlich Kosten in Höhe von mehr als 1,1 Millionen Euro verursacht.

Nur 46 Prozent zeigten sich davon überzeugt, dass unternehmenskritische Daten sicher sein. Ein Grund für die Skepsis ist unter anderem, dass 28 Prozent der Befragten angaben, nicht zu wissen, an welchem physischen Ort sich diese Daten konkret befinden.

Viele Sorgen, geringe Budgets

Bei den erwarteten Folgen eines Sicherheitsvorfalls mit Datendiebstahl auf das eigene Unternehmen befürchten 96 Prozent der Befragten gravierende negative Auswirkungen. Genannt wurden Verlust des Kundenvertrauens (47 Prozent), Beeinträchtigung der Reputation (46 Prozent) und direkte finanzielle Einbußen (42 Prozent).

Andererseits sind die Investitionen der Unternehmen in die IT-Sicherheit weiterhin nur spärlich, die Steigerung zur vorhergehenden Studie fällt nur minimal aus: von 11 Prozent auf 15 Prozent des IT-Gesamtbudgets.

DSGVO oft unbekannt

Lediglich 53 % der Befragten in Deutschland und Österreich gaben an, dass sie von der neuen Datenschutz-Grundverordnung der EU betroffen sind. In der Schweiz liegt dieser Wert sogar bei 58%, global aber bei lediglich 40%.

Für den Report wurden zwischen März und Mai dieses Jahres 1.350 Nicht-IT-Entscheider in Deutschland und Österreich (250 Teilnehmer), Großbritannien und den USA (jeweils 200) sowie in Australien, Frankreich, Hongkong, Norwegen, Schweden, der Schweiz und Singapur (jeweils 100) befragt. Die in Deutschland, Österreich, Frankreich, Großbritannien und den USA befragten Unternehmen beschäftigen mehr als 500 Mitarbeiter.

fgo

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