19. Mai 2015 - Spy-Software

Spion ausspioniert

Die Kundendatenbank von mSpy, Hersteller einer gleichnamigen Überwachungs-Software, soll samt den dort gespeicherten Kundeninformationen entwendet worden sein.

Spionage-Software entwendet Mit mSpy soll die digitale Kommunikation von Mitarbeitern und Angehörigen heimlich überwacht werden (Bild: fuse / Thinkstock)

Wie der IT-Security-Experte Brian Krebs berichtet, sind Hacker in die Systeme von mSpy eingedrungen und haben dort die Daten von mehr als 400.000 Kunden kopiert. Zu den so abhanden gekommenen Informationen zählen unter anderem Apple-IDs, Passwörter, sowie die Zahlungsdetails von 145.000 erfolgreichen Transaktionen.

Die Überwachungs- und Monitoring-Software mSpy läuft für den Anwender unbemerkt im Hintergrund von Geräten unter iOS, Android, Windows sowie Mac OS und zeichnet alle Aktivitäten auf. So werden besuchte Webseiten ebenso protokolliert wie SMS, E-Mails, GPS-Daten und Einträge in Kalender, Chats oder das Adressbuch.

Auch diese Daten gehören zur Beute der Hacker. Damit sind nicht nur die Kunden, die mSpy erworben haben, vom Datendiebstahl betroffen, sondern auch die Anwender, auf deren Geräte diese Überwachungs-Software installiert wurde – häufig ohne Wissen des Besitzers.

Krebs verweist darauf, dass er den Hersteller nach seiner Entdeckung mehrmals erfolglos kontaktiert habe. Als Beleg für den erfolgreichen Hack verweist er auf eine anonyme Nachricht, die auf den Servern von mSpy zurückgelassen wurde. Diese Server zur Speicherung von Kunden- und Monitoring-Daten sind über das Anonymisierungs-Netzwerk Tor zugänglich.

fgo

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