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20. März 2020 - Corona-Pandemie

So organisieren Sie Home-Office sicher und datenschutzkonform

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Das Herunterfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland zwingt viele Arbeitnehmer erstmals, im Home-Office zu arbeiten. Für einige Unternehmen eine völlig neue Erfahrung. Deshalb hat das BSI Tipps zusammengestellt, damit die Datensicherheit weiterhin gewährleistet ist.

Corona: Wie steht es um die Datensicherheit im Home-Office? Immer mehr Unternehmen setzen auf Home-Office, doch wie steht es um die Datensicherheit? Hier finden Sie antworten! (Bild: gpointstudios / iStock / Getty Images Plus)

Zur Maßgabe des „Social Distancing“ gehört, wo immer dies möglich ist, in den eigenen vier Wänden zu arbeiten.Für große Unternehmen ist das nichts Ungewöhnliches.

Seit vielen Jahren wurde die IT-Infrastruktur dafür aufgebaut, entsprechende Sicherheitseinrichtungen etwa zur Verschlüsselung des Datenverkehrs sind vorhanden.

Dies ist aus nachvollziehbaren Gründen in kleineren Firmen häufig nicht der Fall. Also müssen diese pragmatische Lösungen finden, die die Sicherheit von IT-Arbeitsplätzen angemessen berücksichtigen.

Hinweise des Bundesamts

Die fünf vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufgestellten Tipps verstehen sich als eine erste Handreichung für Unternehmen. Damit soll die Sicherheit im Home-Office verbessert werden.

Zu den wichtigsten Maßnahmen aus Sicht der Behörde gehören:

  • Klare Regelungen hinsichtlich der Sicherheit treffen und diese an alle betroffenen Mitarbeiter kommunizieren.
  • Abschirmung von Daten: Auch im Home-Office ist das Schließen der Tür und Sperren des Computers sinnvoll. Dadurch erreichen Sie ein Sicherheitsniveau ähnlich dem eines Büros.
  • Verifizierung: Es muss eindeutige Kommunikationswege und Kontaktstellen für die Mitarbeiter geben. So können diese sicher sein, dass die Daten und Informationen in den richtigen Händen landen.
  • VPN: Im Idealfall sollten Mitarbeiter zur Kommunikation untereinander abgesicherte Kanäle nutzen. Hier empfiehlt das BSI den Einsatz von Virtual Private Networks (VPN).
  • Prävention vor Phishing: Das Bundesamt rechnet mit verstärkten Phishing-Versuchen, die die aktuelle Situation ausnutzen. Durch die gesteigerte Angst in Krisenzeiten kommen Kriminelle leichter an sensible Daten der Nutzer.

Bereits Corona Spyware gefunden

Hier sollten die Nutzer an ihr Smartphone denken. So hat das Unternehmen lookout bereits Spyware in Apps gefunden, die vorgeblich über das Coronavirus und dessen Verbreitung informieren. Tatsächlich werden darin aber nur scheinbar aktuelle Zahlen geliefert. Der eigentliche Zweck dieser Apps ist die Installation von Spyware auf dem Gerät, um Passwörter und Pin abzugreifen.

Die nur kurz skizzierten Maßnahmen des BSI werden zusätzlich ausführlicher in einem kostenlosen Ratgeber „Home-Office – aber  sicher!“ erläutert. Bei Interesse laden Sie sich das barrierearme Dokument als PDF beim BSI herunter.

Datenschutzgerechtes Home-Office – so geht‘s

Damit Sie im Falle einer Entscheidung für Home-Office schnell handeln können, haben wir einen Download zu diesem Thema vorbereitet. Dort führen wir Sie  Schritt für Schritt durch die notwendigen Maßnahmen. Der Download besteht aus mehreren Dateien:

  • Anleitung
  • Notfallplan Home-Office
  • Checkliste Home-Office
  • Richtlinie Notfall-Home-Office
  • Richtlinie Einsatz von Notebooks – Tablets – Smartphones
  • Schulung „Mobile Geräte“
  • Schulung „Bring Your Own Device“

Gegen die Angabe von Daten können Sie die Dokumente kostenlos herunterladen.

Stephan Lamprecht