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6. Februar 2017 - Personalisierte Werbung

Snapchat will Daten von Offline-Einkäufen nutzen

Snap Inc., Betreiber des Instant-Messaging-Dienstes Snapchat, plant den Börsengang. Um dabei die erhofften drei Milliarden US-Dollar Kapital zu erzielen, weicht man unter anderem in Sachen Datenhandel seine eigenen Vorsätze auf.

Snapchat will nicht nur Daten aus Online-Aktivitäten nutzen Schluss mit guten Vorsätzen: Der Bild- und Videodienst Snapchat will Werbung stärker personalisieren (Bild: LDProd / iStock / Thinkstock)

Noch Mitte 2015 hatte CEO und Mitgründer Evan Spiegel kundgetan, sein Unternehmen werde in Sachen digitaler Werbung niemals „creepy“ – also gruselig – werden.

Diesen guten Vorsatz scheinen die Verantwortlichen nun über Bord zu werfen. Schließlich sollen beim geplanten Börsengang, den das Unternehmen am 2. Februar offiziell beantragt hat, solvente Anleger gewonnen werden.

Zusammenarbeit mit Oracle Data Cloud

Wie das Wall Street Journal berichtet, plant Snap Inc., die Personalisierung der Werbung in seinem Bild- und Videodienst Snapchat voranzutreiben. Dem Bericht zufolgen soll Snap einen Vertrag zur vertieften Zusammenarbeit mit Oracle Data Cloud unterzeichnet haben, um Daten für personalisierte Werbung zu erhalten und entsprechend mehr Werbekunden zu gewinnen.

Laut eigenen Angaben ist Oracle Data Cloud die weltweit größte Data-as-a-Service-Lösung.  Sie bietet Zugriff auf Daten von Endkunden-Transaktionen in Höhe von über 3 Billionen Dollar, 2 Milliarden Kundenprofile weltweit und Daten von mehr als 1.500 Partnern.

Bereits im Sommer 2016 hatte Snapchat mit Oracle Data Cloud zusammengearbeitet, um die Effizienz von bei Snapchat geschalteter Werbung nachzuweisen.

Daten aus Offline-Käufen im Visier

Ziel der jetzigen Vereinbarung sei es, die eigenen Daten über das Verhalten der Snapchat-Nutzer mit Daten von Drittanbietern zusammenzuführen. Diese Daten enthalten unter anderem die über Bonus- und Prämienkarten von Verkaufsketten und Supermärkten generierten Informationen zu offline getätigten Käufen.

Diese Informationen sollen dann bei der Zielgruppen-Definition und personalisierten Anzeigen für Werbekunden eingesetzt werden.

fgo

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