Gratis
20. Oktober 2017 - Smartphones und IoT

Smartphones & Co: Zugriff auf Kundendaten kontrollieren

Die Zeit bis zum Ende der Übergangsfrist zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wird immer kürzer. Das fördert die Anschaffung von Lösungen für das Management mobiler Geräte. Und das ist auch dringend notwendig, wie eine Studie zeigt.

Mobile Endgeräte kontrollieren Die DSGVO forciert eine stärkere Kontrolle mobiler Endgeräte (Bild: audioundwerbung / iStock / Thinkstock)

„Enterprise Mobility in Deutschland 2017“ ist der Name einer aktuellen Studie des Unternehmens IDC. Dabei wurden im Juli 2017 über 250 IT- und Fachbereichsverantwortliche aus Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in Deutschland befragt.

Ergebnisse der Studie

Ein eher wenig überraschendes Ergebnis lautet, dass im Durchschnitt 30 Prozent der Belegschaft in deutschen Firmen mittels Smartphone oder Tablet auf Kundendaten zugreifen können.

Wie das Ergebnis der Studie zudem verrät, hat eine große Zahl der Unternehmen den Bedarf erkannt, mobile Geräte besser zu kontrollieren und abzusichern:

  • 40 Prozent der Firmen werden aufgrund der DSGVO neue Projekte für das Management mobiler Geräte anstoßen.
  • Weniger als ein Drittel stellt diese noch zurück.

Allerdings hat die Studie auch erbracht, dass jedes dritte(!) Smartphone mit Zugriff auf Firmendaten gar nicht über ein Enterprise-Mobility-Managementsystem verwaltet wird.

Das bedeutet ein hohes Risiko, das es diesen Firmen unmöglich machen wird, die DSGVO einzuhalten. Das gilt umso mehr, falls das Unternehmen den Einsatz privater Geräte erlaubt (Bring Your Own Device, BYOD)

Wandel zum Endpoint-Management

Die IDC-Befragung erbrachte auch einen Wechsel in den Vorlieben der IT-Verantwortlichen für das Management von Endgeräten.

Derzeit findet offenbar ein Wechsel von reinen Mobility-Lösungen in Richtung Unified-Endpoint-Management statt. Diese können nicht nur mobile Geräte verwalten, sondern berücksichtigen auch klassische Desktop-Clients.

So lässt sich die Umsetzung von Richtlinien vereinfachen. Die Komplexität für die Geräteverwaltung in den IT-Abteilungen sinkt entsprechend. Deshalb ist fast die Hälfte der Unternehmen derzeit dabei, Projekte in dieser Richtung umzusetzen.

Dabei geht der Verfasser der Studie davon aus, dass sich in der nächsten Zeit auf dem Gebiet der Geräteverwaltung zusätzlich Veränderungen dadurch ergeben werden, dass das Thema Internet of Things die Unternehmen immer stärker bedrängt.

Denn bereits heute übersteigt die Zahl der über das Internet miteinander vernetzten Geräte die Zahl von Smartphones und PC.

Positiv für den Datenschutz

Unter dem Aspekt der Datensicherheit und des Datenschutzes ist der Wechsel auf Systeme zum Endpoint-Management ohne Zweifel zu begrüßen. Zumal sich damit auch die Zahl der Lösungen reduziert, die ein Datenschutzbeauftragter im Blick behalten sollte.

Sollte das eigene Unternehmen noch keine Lösung für das Management mobiler Geräte einsetzen, sollte der Datenschutzbeauftragte unbedingt darauf hinwirken, dass dies in Hinblick auf die Datenschutz-Grundverordnung angestoßen wird.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Studie kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Stephan Lamprecht

Sie glauben, Sie hätten noch so viel Zeit? Falsch! Es gibt mehr zu tun, als Sie vielleicht denken! ▶ Zeit zu handeln