14. Februar 2014 - Mobile Endgeräte

Smartphone weg – na und …?

Laut einer Studie vernachlässigen viele Unternehmen und ihre Mitarbeiter die Risiken, die vom Verlust eines Smartphones und der darauf gespeicherten Daten ausgehen können.

Thinkstock/Tatsianama Häufig geraten mobile Geräte in falsche Hände (Bildquelle: Thinkstock/Tatsianama).

Mobiles digitales Gerät ist aus dem beruflichen Alltag für viele Mitarbeiter kaum mehr wegzudenken. Das vom ebenso tragbaren wie schnell verlorenen oder gestohlenen Rechenzwerg auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko ausgeht, wird dabei oft übersehen.

Kommt ein beruflich genutztes Smartphone abhanden, so eröffnet sich dem Finder oder Dieb immer auch ein Zugang zu Unternehmensdaten und sei es nur zu Kontakt- und Termininformationen. In der Studie „2013 Mobile Enterprise Risk Survey“, für die 750 Erwachsene in Deutschland befragt wurden, die Mobiltelefone beruflich nutzen und in Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern beschäftigt sind, hat Absolute Software daher den Umgang von Unternehmen und Mitarbeitern mit den Risiken eines Verlusts von beruflich genutzten Mobiltelefonen untersucht.

8 Prozent der Befragten hatten bereits mindestens einmal den Verlust eines Smartphones zu verzeichnen. Dabei haben 21 Prozent den Verlust sofort bemerkt, 55 Prozent innerhalb von vier Stunden, 21 Prozent innerhalb von vier bis acht Stunden und bei 3 Prozent dauerte es länger als acht Stunden. Bei der Mehrzahl der Verlustfälle wäre also ausreichend Zeit für einen unberechtigten Datenzugriff gewesen.

Die Vorkehrungen gegen derartige Schadensfälle sind jedoch oft unzureichend. Formelle Prozeduren beim Verlust eines Mobiltelefons sind meist nicht definiert oder werden nicht kommuniziert: Nur 36 Prozent der Befragten geben an, dass in ihrem Unternehmen entsprechende Vorschriften bestehen, die auch allen Smartphone-Nutzern bekannt gemacht worden seien. Damit kommen also bei knapp zwei Dritteln der Befragten keine Standardverfahren beim Verlust eines Mobiltelefons zuverlässig zur Anwendung.

Auch hinsichtlich des Aufwands und der Kosten, die aus dem Verlust eines Smartphones entstehen können, haben die Befragten nur eine unzureichende Vorstellung. So schätzen 27 Prozent die Zeit, die es dauert, bis alle auf einem abhanden gekommenen Smartphone gespeicherten Anwendungen, Inhalte oder Einstellungen wiederhergestellt sind, auf weniger als eine halbe Stunde. 23 Prozent veranschlagen dafür eine halbe bis eine Stunde, 18 Prozent sind da etwas realistischer und rechnen mit ein bis zwei Stunden. 20 Prozent veranschlagen dafür noch mehr Zeit; wer diese Arbeit schon einmal erledigen musste, weiß, dass dies viel eher zutreffend ist. 39 Prozent gehen außerdem davon aus, dass sie überhaupt nur die Hälfte oder weniger der Inhalte eines verlorenen Geräts ersetzen könnten.

(14.02.2014/fgo)

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