18. Juni 2012 - Intelligente Stromzähler

Smartmeter bergen Datenschutzrisiken

Intelligente Stromzähler, sogenannte Smartmeter, sollen das Nutzungsverhalten von Endkunden genau erfassen, um eine Steigerung der Energieeffizienz zu erzielen. Der Europäische Datenschutzbeauftragte Peter Hustinx warnt allerdings vor negativen Folgen für den Datenschutz.

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Intelligente Stromzähler (Smartmeter) erfassen Verbrauchsmuster (Quelle: EVB Energie AG)

In einer 18-seitigen Stellungnahme zu Smartmetern stellt Hustinx heraus, dass die Sammlung von Verbraucherdaten zwar nützlich sein könne, um das Energieverbrauchsmuster von Haushalten für Energiesparzwecke zu analysieren.

Gleichzeitig aber bestünde die Gefahr, dass die erhobenen Daten etwa zu Marketingzwecken missbraucht werden könnten.

So ließe sich feststellen, „… was die Mitglieder eines Haushalts in ihren eigenen vier Wänden tun, ob sie im Urlaub oder auf der Arbeit sind, ob sie spezielle medizinische Geräte oder ein Babyphon benutzen und wie sie ihre Freizeit verbringen“.

Hustinx fordert, eine Schablone für Datenschutzfolgenabschätzungen zu entwickeln und sie von allen europäischen Datenschutzbeauftragten begutachten zu lassen.

Weitere Gesetze nötig, um den Datenschutz bei Smartmetern zu garantieren

Giovanni Buttarelli, der Stellvertreter von Hustinx, regt an, die Etablierung weiterer Gesetze auf europäischer Ebene für ein angemessenes Datenschutzniveau beim Einsatz intelligenter Stromähler zu prüfen. Die Betreiber intelligenter Stromzähler sollten laut Buttarelli verpflichtet werden, die Auswirkungen auf die Privatsphäre der Nutzer zunächst abzuschätzen und Datenschutzverstöße während des Einsatzes zu melden.

(18.06.2012/fgo)

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