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25. April 2017 - Internet der Dinge

Smart Home: Datenschutz zentral verwaltet

Über ein einzelnes Gerät sollen Anwender künftig alle Datenübertragungen von Smart-Home-Einheiten kontrollieren können. Zusätzlich kann jede/r Einzelne die Informationsübertragung an das persönliche Schutzbedürfnis anpassen.

Datenschutzwächter: Kontrolle der Smart-Home Datenübertragungen Zentral, etwa über ein Tablet, können Privatanwender mit dem Datenschutzwächter die Datenflüsse ihrer Smart-Home-Geräte kontrollieren und steuern. (Bild: FZI Forschungszentrum Informatik)

Projekt SHODAN

Datenschutzwächter“ nennt sich der Prototyp, den die Wissenschaftler des Karlsruher FZI (Forschungszentrums Informatik) gemeinsam mit den Industriepartnern Martin Elektrotechnik GmbH und escos automation GmbH im Rahmen des Forschungsprojekts SHODAN entwickeln.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit rund 600.000 Euro.

Sichere Datenübertragung im Smart-Home

Das Ziel: Regeln für die Datenübertragung von Smart-Home-Geräten an das persönliches Schutzbedürfnis anpassen oder die Datenübertragung ganz unterbinden können.

Verbrauchern soll in „voraussichtlich in ein bis zwei Jahren“ eine Lösung zur Verfügung stehen.

Datenübertragungen individuell steuern

Der Datenschutzwächter ist ein kleiner quadratischer Kasten, der zwischen Smart-Home-Geräten und Router angebracht wird. Dort überwacht er, welche Daten Smart-Home-Devices sammeln und übertragen.

So funktioniert der „Datenschutzwächter“

Datenübertragungen einzelner Geräte oder Sensoren fasst der Apparat zu Ereignissen zusammen. Der Benutzer sieht diese auf einer Web-Oberfläche ein. Hier kann der Anwender gewünschte Datenflüsse erlauben und unerwünschte unterbinden.

Erkennt der Datenschutzwächter neue oder ungewöhnliche Datenflüsse, warnt er automatisch und fragt, ob man diese zulassen möchte.

Datenprüfung leicht gemacht

„Der Datenschutzwächter prüft zudem permanent, ob von den zur Weitergabe bestimmten Daten in ihrer Kombination sensible Informationen abgeleitet werden können, die der Benutzer gar nicht weitergeben möchte“, erklärte Dr. Matthias Huber, Leiter des FZI Living Labs smartSecurity.

Verschlüsselung von sensiblen Daten

Oft ist es unerlässlich, Daten aus dem Smart Home über das Internet zu übertragen, etwa bei der Sturzerkennung in der Altenpflege. Daher bietet der Datenschutzwächter eine weitere wichtige Funktion: Er kann Daten so verschlüsseln, dass Dritte nicht mehr mitlesen können.

fgo

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