31. Juli 2012 - Online-Datenschutz

Skype – Fundus für Ermittlungsbehörden?

Mit Skype lässt sich recht kostengünstig über das Internet kommunizieren. Nachdem Microsoft Skype übernommen hat, wurden einige Änderungen in der Software durchgeführt. Gerüchten, die auf eine verbesserte Hilfe für Strafverfolgungsbehörden verweisen, widerspricht Skype jedoch.

Datenschutzbeauftrager und Administrator (Bild: vasabii / iStock / Thinkstock)

Viele Benutzer telefonieren heute über Skype, weil das speziell bei Gesprächen in andere Länder deutlich günstiger als das klassische Telefon ist. Auch Videos lassen sich via Skype übertragen.

Skype bisher

Eine Eigenheit der Skype-Software ist, dass je nach Konfiguration im Prinzip jeder Rechner als Vermittlungsknoten arbeiten kann. Hierbei wird die Anbindung und Erreichbarkeit des Systems geprüft und ausgewertet.

Diese Intelligenz gepaart mit Mechanismen, mit denen sich auch Firewalls geschickt austricksen lassen, macht Skype einerseits bei Benutzern beliebt, andererseits für Administratoren problematisch. Es ist nämlich nicht möglich, zu kontrollieren, welchen Weg die Daten zwischen Absender und Ziel nehmen.

Verbesserungen bei Skype

Seit der Übernahme von Skype durch Microsoft gibt es einige technische Verbesserungen. Ausgelöst von einem Bericht der Washington Post entstehen jedoch immer mehr Gerüchte, dass diese technischen Änderungen eben nicht nur dazu beitragen, die Übertragung besser und ausfallsicherer zu machen, sondern auch Ermittlungsbehörden einen vereinfachten Zugriff auf die Daten zu geben.

Skype betont allerdings, dass die Behörden wie bisher die angefragten Informationen nur dann erhalten, wenn sie die von den Gesetzen vorgegebenen Wege einhalten.

(27.07.2012/fgo)

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