18. September 2015 - Aktuelle Umfrage

Selbstfahrende Autos: Hohe Akzeptanz, aber auch Skepsis

Viele Menschen stehen den selbstfahrenden Autos positiv gegenüber. Allerdings herrschen gegenüber der Vernetzung von Automobilen auch Sicherheits- und Datenschutz-Bedenken.

Aktuelle Studie zu selbstfahrenden Autos zeigt Bedenken Trotz Bedenken ist die Akzeptanz von vernetzten Autos in Deutschland hoch (Bild: graphicnoi / iStock / Thinkstock)

37 Prozent der Deutschen wären aktuell bereit, sich ein selbstfahrendes Auto zuzulegen. Das ergaben die vom Branchenverband Bitkom vorgestellten Ergebnisse einer Umfrage unter 1.010 Bundesbürgern ab 18 Jahren. 41 Prozent der Umfrageteilnehmer sprachen sich zudem dafür aus, dass selbstfahrende Autos in Deutschland bald zugelassen werden.

In Sachen Anschaffung erklärten sich allerdings nur sieben Prozent der Befragten bereit, für ein selbstfahrendes Auto mehr zu zahlen als für ein herkömmliches. 30 Prozent erklärten, dass sie ein selbstfahrendes Auto nur kaufen würden, wenn es etwa genauso viel kostet wie eines ohne automatisierte Fahrfunktionen.

Automatisch in Parklücken

Fast drei Viertel der Autofahrer (73 Prozent) wären grundsätzlich bereit, dem Auto in bestimmten Situationen die Kontrolle zu überlassen. Dabei ist die Bereitschaft in relativ ungefährlichen Momenten erwartungsgemäß am größten:

  • 63 Prozent können sich vorstellen, ihr Auto automatisch in die Parklücke manövrieren zu lassen.
  • 45 Prozent würden gern im Autobahnstau auf Autopilot schalten.
  • Immerhin 15 Prozent würden sogar im fließenden Verkehr auf der Autobahn und neun Prozent im Stadtverkehr die Kontrolle an die Technik abgeben.
  • Sieben Prozent können sich das uneingeschränkt, also während der gesamten Fahrt auf allen Straßen, vorstellen.

Bedenken gegenüber dem „Connected Car“

Die für eine Selbstfahrfunktion notwendige Vernetzung des Automobils bereitet deutschen Autofahrern aber auch Sorgen:

  • So fürchten laut einer Umfrage von CSC unter 1.500 Verbrauchern im deutschsprachigen Raum insgesamt 62 Prozent der Teilnehmer, dass Autos durch die Vernetzungstechnik generell anfälliger für Pannen werden.
  • Gut zwei Drittel sehen sich vor Hacker-Angriffen nicht ausreichend geschützt. Werden die nach außen kommunizierenden Systeme eines Autos erfolgreich angegriffen, ist der Diebstahl von Bewegungsdaten oder von Informationen aus dem Kommunikations- und Infotainmentsystemen möglich. Hackern ist es zudem kürzlich gelungen, remote in die Fahrfunktionen von Automobilen einzugreifen und sie zu manipulieren

Unbestritten positiv bewertet dagegen eine große Mehrheit die verbesserten Warnsysteme vernetzter Fahrzeuge im Straßenverkehr. 85 Prozent halten beispielsweise das schnelle Melden von Unfall- oder Gefahrenstellen für wichtig. Zudem setzen die Verkehrsteilnehmer auf Echtzeit-Kommunikation zwischen den Fahrzeugen, damit künftig beispielsweise Grünphasen der Ampeln automatisch auf den tatsächlichen Verkehrsfluss angepasst werden (71 Prozent).

fgo

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