28. Dezember 2013 - Datendiebstahl

Schengen-Daten gestohlen

Im Jahr 2012 hatten sich Hacker in Dänemark Zugriff auf das Schengener Informationssystem verschafft.

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Das SIS wird für die Fahndung in der EU genutzt (Bildquelle: Gabi Schoenemann/pixelio.de).

Wie das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) berichtet, wurden im Jahr 2012 durch einen Hackerangriff auf Computer der dänischen Polizei Daten aus dem Schengener Informationssystem (SIS) entwendet.

Der Diebstahl betreffe alle Schengen-Staaten, also auch Deutschland. Unklar sei, welcher Art die gestohlenen Daten sind, auch über das betroffene Datenvolumen ist nichts bekannt. Fest stehe, dass es sich nicht um ein internes Datenleck gehandelt habe, sondern dass der Angriff auf das SIS von externer Stelle erfolgt sei.

Die Nutzung des SIS ist eigentlich den Sicherheitsbehörden der Schengen-Länder vorbehalten und dient der automatisierten Personen- und Sachfahndung in der Europäischen Union. Es besteht aus nichtöffentlichen Datenbanken, in der unter anderem Informationen zu gesuchten Personen, zu überwachenden Kraftfahrzeugen, Banknoten, gestohlenen Ausweisdokumenten und Schusswaffen erfasst sind. Mit Stand 1. Januar 2013 waren mehr als 46,5 Millionen Datensätze im SIS erfasst.

(28.12.2013/fgo)

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