24. Juni 2011 - Kundendaten

Sächsische Polizei wertet massenhaft OBI-Kundendaten aus

Das LKA Sachsen könnte nach einem Bericht des MDR Tausende Kundendaten der Baumarktkette OBI und Mobilfunkdaten aus Dresden beschlagnahmt und ausgewertet haben.

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Kundendaten geben detaillierte Bewegungsverhalten wider (Foto: K. Michel/Pixelio.de)

Nach Recherchen des MDR werden seit 2009 Tausende Kundendaten der Baumarktkette OBI sowie Zehntausende Mobilfunkdaten aus dem Bereich der Dresdner Neustadt beim Sächsischen Landeskriminalamt gespeichert und ausgewertet.

162.000 Einkaufsjournale beschlagnahmt

Laut MDR versuchten die Ermittler, durch den Datenabgleich auf die Spur eines der möglichen Täter eines bisher nicht aufgeklärten Brandanschlages im April 2009 zu kommen.

Dafür wurden insgesamt 162.000 Einkaufsjournale der Baumarktkette beschlagnahmt und in das computergestützte Datenabgleichsystem EFAS eingespeist. Dieses damals neuartige System ermöglicht Kreuzanalysen von Kundendaten der gespeicherten Mobilfunknutzer mit denen von Baumarkt-Kunden.

Daten nach drei Jahren immer noch nicht gelöscht

Die Belege seien laut LKA wichtig gewesen, da der Brandsatz in eine schwarze Ordnungskiste verpackt war, die nur in der Baumarktkette erhältlich gewesen sein soll.

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Diese Daten sollen auch drei Jahre nach dem Brandanschlag und einem bislang ausgebliebenen Ermittlungserfolg noch immer gespeichert und nicht gelöscht sein. Die Polizei sucht nach Tätern eines Brandanschlages auf drei Bundeswehrfahrzeuge am 12. April 2009.

 

24.06.2011 (MDR/BM)

 

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