3. September 2013 - Nachrichtendienste

Sachliches zu PRISM & Co.

Die Gesellschaft für Informatik engagiert sich für eine Versachlichung der Diskussionen um die Datenschutzverletzungen durch Geheimdienste.

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Die Gesellschaft für Informatik hat eine FAQ-Liste zur Überwachungsaffäre veröffentlicht (Bildquelle: GI).

Die regelmäßig publizierten neuen Informationen zu den Ausspähaktivitäten diverser internationaler Nachrichtendienste treibt mannigfaltige Blüten – zumeist reicht spektakuläre, die zudem häufig in Wortwahl und Inhalt mehr oder minder knapp an der Realität vorbeischrammen. Jetzt bemüht sich ein Arbeitskreis der als seriös eingestuften Gesellschaft für Informatik e.V. (GI)  um eine Versachlichung des Themas.

Unter der Webadresse www.gi.de/themen/ueberwachungsaffaire-2013  hat die GI eine Liste von knapp 40 Fragen und Antworten zu Hintergründen der Spähaffäre und der Arbeit der Nachrichtendienste erarbeitet und veröffentlicht, die nach politischen, technischen und juristischen Themenkomplexen gegliedert ist. Die einzelnen Fragen und Antworten sind kommentierbar.

Ziel diese Projekts ist es laut GI-Präsident Oliver Günther „… zum einen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Informationstechnik [zu] sensibilisieren, aber auch irrationale Ängste [zu] zerstreuen und konkrete Tipps zum Umgang mit persönlichen Daten [zu] geben.“

Mit Wertungen und Meinungsäußerungen hält sich das Team, das die Inhalte dieser Aufarbeitung erstellt hat, deutlich und wohltuend zurück. Dadurch verzichtet man zwar einerseits auf nicht beweisbare Schlussfolgerungen und bleibt in den Antworten vage. Andererseits wird nichts behauptet, was sich nach heutigem Kenntnisstand nicht belegen lässt.

(03.09.2013/fgo)

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